Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2008/10: Bundesbeschluss über das Programm zur Beseitigung von Engpässen im Nationalstrassennetz und über die Freigabe der Mittel · 69 Seiten

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Anhang 2: Ausbaumassnahmen je Raum

A2-1 Raum Genf

In Genf ist das gesamte Verkehrssystem hoch ausgelastet. Auch auf den Nationalstrassen ist der Problemdruck generell hoch. Besonders gravierend ist die Situation auf dem Abschnitt Le Vengeron – Coppet (Problemstufe III). Ebenfalls hoch ist der Handlungsbedarf auf den angrenzenden Strecken zwischen Coppet und Nyon sowie zwischen Meyrin und Etoile. Die Strecke weist Problemstufe II auf. Auf diesen Strecken werden im Jahre 2020 täglich zwischen rund 85'000 und 100'000 Fahrzeuge verkehren.

Der Kanton Genf setzt bei der Bewältigung des Verkehrs primär auf die Förderung des öffentlichen Verkehrs und des Langsamverkehrs. Ein Ausbau der Nationalstrassen hat demgegenüber für den Kanton eine untergeordnete Priorität. So sind im Rahmen des Agglomerationsprogramms denn auch gewichtige Ausbaumassnahmen für den öffentlichen Verkehr vorgesehen bzw. bereits in Realisierung. Allem voran zu erwähnen ist das Projekt CEVA. Dieses Projekt sieht den Bau einer neuen Eisenbahnverbindung zwischen Cornavin–Eaux-Vives–Annemasse vor. An den Kosten dieses Projekts beteiligt sich der Bund im Rahmen der dringlichen Agglomerationsprojekte mit 50%. Ergänzend soll im Regionalverkehr zwischen Genf und Coppet neu ein Viertelstunden-Takt angeboten werden. Hinzu kommen mehrere, zusätzliche Tramangebote (z.B. die dringende Projekte des Infrastukturfonds: Tram Cornavin - Meyrin -CERN und Tram Onex - Bernex). Auch bei verschiedenen anderen Massnahmen beabsichtigt der Bund, sich im Rahmen des Programms Agglomerationsverkehr finanziell zu beteiligen.