Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2008/61: Bericht zur Schweizerischen Schifffahrtspolitik · 70 Seiten
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Referenz/Aktenzeichen: 012.21/2008-04-15/134
Die Schweizerischen Rheinhäfen sind komplexe Verkehrsdrehscheiben und damit wichtige Akteure im kombinierten Verkehr
Die Hafenanlagen auf schweizerischem Gebiet liegen in den Kantonen Basel-Stadt (Kleinhüningen sowie St. Johann) und Basel-Landschaft (Birsfelden und Auhafen Muttenz). Diese vier Häfen bilden gemeinsam die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH). Rund 1 500 Personen schlagen dort auf über 1.3 Millionen m2 jährlich um die 7 Millionen Tonnen Güter um.
Die Hafenbahnen des Kantons Basel-Stadt (HBS) und des Kantons Basel-Landschaft (HBL) verfügen über 100 km Geleise; so wurden im Jahr 2006 mehr als 67% des Schiffsumschlags ab und zu den Rheinhäfen mit der Bahn transportiert. Damit ist die Rheinschifffahrt ein sehr wichtiger Partner der Bahn. Weil die Rheinhäfen aber auch über eine ausgezeichnete Anbindung an die Strasse und die Luft (EuroAirport) verfügen, haben sie sich mit der Zeit zu einer komplexen Verkehrsdrehscheibe entwickelt, die in die europäischen Verkehrsnetze eingebunden ist. Mit dieser Multimodalität sind die Rheinhäfen ein wichtiger Akteur des kombinierten Verkehrs geworden.
Die Bedeutung der Rheinhäfen lässt sich an Hand folgender Grafik darstellen. Abweichungen von den Vorjahren sind insbesondere konjunkturell, durch Wasserstandsschwankungen oder durch geändertes Konsumverhalten bedingt.
Abb. 6 – Containerumschlag in den Basler Rheinhäfen (1997 – 2007)
120'000
100'000
80'000
60'000
40'000
20'000
0
1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 20062007
Ankunft Abgang Total
Datenquelle: Rheinschifffahrtsdirektion Basel (RSD) © Bundesamt für Verkehr (BAV)
Gerade die Einfuhr der wichtigsten Gütergruppe, der Erdölprodukte, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Sowohl deren hoher Preis als auch die Bemühungen zur CO2-Reduktion führen zu einem sparsameren Umgang mit den Erdölprodukten. Weil bei ihrer Verbrennung der Wirkungsgrad stetig ansteigt, werden zudem kleinere Mengen eingeführt. Sehr hohe Preise und die Verknappung der Reserven könnten mittelfristig zu einer Substitution der Erdölprodukte durch Kohle führen, einem für den Wasserstrassentransport prädestinierten Massengut.