Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2008/61: Bericht zur Schweizerischen Schifffahrtspolitik · 70 Seiten

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Referenz/Aktenzeichen: 012.21/2008-04-15/134

Einnahmenseite, während die Kosten (hauptsächlich Personalkosten) kaum im gleichen Masse reduziert werden können.

Bundeshilfen sind nicht vorgesehen, weder für den Bau noch für den Betrieb. Diese Kosten gehen zu Lasten der Schifffahrtsgesellschaften. Anderweitige Subventionen (Kantone, Städte) sind jedoch nicht ausgeschlossen.

Bedeutende Bagger- und Lastschifffahrt

Es gibt aber neben der Fahrgast- noch eine bedeutende Bagger- und Lastschifffahrt. Sie entlastet lokal Strasse und Schiene merklich, was nebst positiven Auswirkungen auf die Umwelt auch von beschäftigungspolitischer Bedeutung ist.

Ausserdem trägt die regelmässige Ausbaggerung der Flussmündungen einen wesentlichen Anteil zur Vermeidung von Hochwasser als Folge von Rückstaus in den Flussläufen bei (z.B. Mündungen der Reuss in den Vierwaldstädtersee oder der Rhone in den Genfersee).

Die Güterschifffahrt transportiert etwa 4 Millionen Tonnen Kies, Sand und Steinbruchmaterial im Jahr

Da der Transport von Gefahrgut auf den Schweizer Seen grundsätzlich verboten ist, beschränkt sich der Transport von Massengütern hauptsächlich auf Kies, Sand und Steinbruchmaterial. Um die 180 Lastschiffe führen auf diesen Gewässern die Transporte durch. Der Verein Schweizerischer Bagger- und Lastschiffbesitzer, in dem 33 Unternehmen zusammengeschlossen sind, erhebt in Abständen statistische Angaben über das Transportvolumen. Die letzte Erhebung fand im Jahr 2006 statt. Die transportierte Ladung schwankt zwischen 3,4 und 4,4 Mio. Tonnen/Jahr56. Auch hier handelt es sich um ausgesprochen umweltfreundliche Transporte mit vergleichsweise sehr wenigen Unfällen.

Die Sport- und Freizeitschifffahrt boomt

Die immatrikulierten Schiffsbestände werden von der Vereinigung kantonaler Schifffahrtsämter jährlich erhoben. Im Jahre 1990 waren in der Schweiz 106 687 Schiffe immatrikuliert, im Jahre 2006 waren es noch etwa 99 500. In der Statistik werden Motorschiffe, Segelschiffe mit und ohne Motor sowie nicht motorisierte Schiffe unterschieden. Im Jahr 2006 gab es etwa 60 000 motorisierte und rund 6 900 nicht motorisierte Schiffe. Ferner waren ungefähr 22 600 Segelschiffe mit und etwa 10 500 Segelschiffe ohne Motor zugelassen.

Die Zahl der Schiffsführerprüfungen für Motorboote (Kat. A) und Segelboote (Kat. D) wird ebenfalls statistisch erhoben. Zwischen 1997 und 2006 wurden im Durchschnitt jährlich etwa 6 200 Motorboot- und etwa 2 600 Segelprüfungen abgenommen.

2.3.4. Förderung durch die öffentliche Hand

Bund und Kantone gelten vier Linien des regionalen Personenverkehrs ab

Gestützt auf die Abgeltungsverordnung57 werden im regionalen Personenverkehr folgende Strecken auf Schweizer Seen abgegolten:

• Luzern – Brunnen (Flüelen)

• Neuchâtel – Cudrefin – Portalban

• Lausanne – Evian

56 Erhebungszeitraum: 2000, 2003, 2006