Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2008/61: Bericht zur Schweizerischen Schifffahrtspolitik · 70 Seiten
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Referenz/Aktenzeichen: 012.21/2008-04-15/134
führen dazu, dass die meisten Kandidaten nach erfolgreich bestandener Prüfung der Binnenschifffahrt schon bald wieder den Rücken zukehren.
Gute Rahmenbedingungen für das Schifffahrtspersonal sind zentral für die Zukunft dieses Wirtschaftszweiges und für die Sicherheit
Der Kenntnisstand des Personals ist von zentraler Bedeutung: Nicht nur für die Führung und den technischen Betrieb der Schiffe, sondern auch in den Bereichen der Sicherheit und der Risiken, die mit Unfällen und Havarien zusammenhängen. Deshalb sollte die Ausbildung des Schifffahrtspersonals zusätzlich verstärkt und sowohl national wie international besser geregelt werden.
Auf der anderen Seite sollten auch die Arbeitsbedingungen verbessert werden, um die Berufe in der Schifffahrt attraktiver zu machen und die sozialen Mindestleistungen (Löhne, Sozialversicherungen usw.) zu garantieren.
In erster Linie besteht hier Handlungsbedarf von Seiten der Schifffahrtsunternehmen und der verladenden Wirtschaft.
Denkbar wären Massnahmen in folgenden Bereichen:
Leistungsfähige Ausbildungsstätten und -Institutionen (in der Schweiz und im Ausland)
gewährleisten.
Förderungsinstrumente (z.B. Subventionen für Berufsschulen oder Offiziersschulen, Stipendien)
entwickeln, um den Schweizer Lernenden zu ermöglichen, an einer Ausbildung oder Weiterbildung usw. im Ausland teilzunehmen.
Anreize für die berufliche Mobilität schaffen.
Rekrutierungskampagnen bei den Jugendlichen in den Schulen durchführen.
Zusammenarbeit bei der gegenseitigen Anerkennung der Ausbildungsqualifikationen verstärken.
3.1.4. Umwelt
Schutz und Nutzung der Schifffahrtswege sind in Einklang zu bringen
Die grosse Sensibilität der Öffentlichkeit für Umweltfragen im Allgemeinen, den schonenden Umgang mit den knappen natürlichen Ressourcen, den Schutz der Gesundheit durch Verminderung von Schadstoffen oder Lärm und den Erhalt einer guten Lebensqualität sind wichtige Kriterien bei verkehrspolitischen Entscheiden in allen Bereichen des Transportsektors. Gezielte Lenkungsmassnahmen und die Notwendigkeit der Verstärkung der Eigenverantwortlichkeit der Nutzer der Verkehrssysteme dienen der Erhaltung und Verbesserung der natürlichen Lebensgrundlagen. Die drohenden Klimaveränderungen und der zunehmende Verlust an naturnahen Lebensräumen werden weitere herausragende Herausforderungen sein.
Die Schweiz hat bisher bei ihren Entscheidungen im Umweltschutz eine führende Rolle gespielt. Durch die Übernahme und Einhaltung zahlreicher internationaler Verpflichtungen und Empfehlungen zum Umweltschutz mit eigenen weitergehenden Bestimmungen und mit Anreizsystemen konnte eine gute Grundlage für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung geschaffen werden. Entsprechend der sich rasch verändernden Umweltbedingungen und dem starken Wachstum des Verkehrs sind die Grundlagen anzupassen oder neue Wege zu beschreiten. Mit der starken Zunahme des grenzüberschreitenden Gütertransportes über grosse Distanzen erhält die internationale Zusammenarbeit zur Verbesserung des Umweltschutzes noch mehr Bedeutung.
Mit den weltweiten Liberalisierungsbestrebungen und der Öffnung der Märkte sind die Produktionsstandorte vieler Güter verlagert worden. Auch das Konsumverhalten der Bevölkerungen hat sich stark gewandelt. Zwischen den Kontinenten und Ländern findet ein reger Waren- und Güteraustausch statt,