Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2008/75: Invalidenversicherung - 6. IV-Revision, erstes Massnahmenpaket · 109 Seiten
Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 10Fedlex · Erläuternder Bericht
Schliesslich kann festgestellt werden, dass die Neurenten bei Personen im Alter zwischen 35 und 54 Jahren im Vergleich zu den übrigen Altersgruppen überdurchschnittlich zugenommen haben, was mit besonderen Kostenfolgen verbunden ist, da diese eine relativ lange Bezugsdauer aufweisen.
Abgänge
Als Folge der starken Zunahme der Neurenten zwischen 1998 und 2002 erfolgt - zeitlich verschoben - ebenfalls eine Zunahme bei den Abgängen2. Im Durchschnitt sind jährlich rund 7 Prozent Abgänge aus dem Rentenbestand der IV zu verzeichnen. Die meisten - rund 5 Prozent - erfolgen durch einen Übertritt in die AHV. Daneben sind ca. 1,3 Prozent der Abgänge auf Todesfälle und 0,7 - 0,9 Prozent (durchschnittlich 2'300 Personen pro Jahr) auf andere Ursachen, wie z.B. Rentenrevisionen, Wiedereingliederungen, usw. zurückzuführen.
1.1.2.2 Entwicklung der finanziellen Situation der IV
Anfangs der 1990er Jahre begann die IV immer grössere Jahresdefizite auszuweisen. 2005 machte das Defizit 15,0 Prozent der Ausgaben aus und die Verschuldung belief sich auf 7,7 Milliarden Franken. Seit 2006 kann die Höhe des Verlustes bei unter 1,6 Milliarden Franken auf hohem Niveau stabil gehalten werden:
Finanzen der IV
15
10
5
0
-5
-10
-15
1960 1963 1966 1969 1972 1975 1978 1981 1984 1987 1990 1993 1996 1999 2002 2005 2008
Kapitaltransfers EO-IV, Saldo NFA Einnahmen
Ausgaben Saldo
Kapitalkonto
2 In den Jahren 2001 und 2005 waren wegen der Erhöhung des AHV-Rentenalters der Frauen deutlich weniger Abgänge zu verzeichnen.