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Vernehmlassung 2009/141: Bericht zur Zukunft der nationalen Infrastrukturnetze in der Schweiz · 71 Seiten
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langfristige Profitabilität bei geringem Risiko ausgerichtete Gesellschaften ausgelagert werden, deren Einnahmen eine marktgerechte Verzinsung des eingesetzten Kapitals erlauben müssten. Im Ausland werden z.B. Autobahnen oft durch private Konsortien gebaut und betrieben, die sich über Mautgebühren finanzieren; in der kleinräumigen Schweiz, wo das Autobahnnetz auch dem lokalen Verkehr dient und über sehr viele Anschlüsse verfügt, wäre eine solche Lösung allerdings nur dann realistisch, wenn die Maut vollautomatisch erhoben werden könnte, ohne dass die Fahrzeuge anhalten müssten. Unter Umständen könnte bei der Auslagerung von Infrastrukturnetzen eine Kooperation zwischen öffentlichen und privaten Akteuren in Form von «Public Private Partnerships» (PPP) vorteilhaft sein. Solche Kooperationen können sich auf die Finanzierung, den Bau und/oder den Betrieb der Netze beziehen und sind grundsätzlich immer dann interessant, wenn sie zu einer Beschleunigung der Projektrealisierung und/oder zu einem Know-how-Transfer vom privaten zum öffentlichen Sektor führen, deren Vorteile gesamtwirtschaftlich stärker ins Gewicht fallen als die gegenüber einer rein staatlichen Lösung höheren Kapital- und Transaktionskosten.
6.2 Strasse
• Kapazitätsengpässe beseitigen
Abb. 16: Kapazitätsengpässe Nationalstrassen 2020
re Tatbestände: Pensionskassen verfügen über umfangreiche Finanzmittel (im Durchschnitt der OECD erreichte ihre Bilanzsumme 2005 knapp 90% des BIP, in der Schweiz 117%), haben einen langfristigen Anlagehorizont und verfolgen eine auf gleichmässige Auszahlungen ausgerichtete Anlagepolitik. Infrastrukturen generieren stetige, vergleichsweise konjunkuturresistente Erträge, zeichnen sich gegenüber anderen alternativen Anlagen wie z.B. Rohstoffen oder Devisen durch eine höhere Tangibilität und eine geringere Volatilität aus und können tendenziell leichter mit dem Erfordernis einer nachhaltigen und sozial verantwortlichen Investitionspolitik in Einklang gebracht werden. Trotz dieser günstigen Voraussetzungen haben Pensionskassen bisher nur wenig in Infrastrukturprojekte investiert: OECD-weit sind es rund 1% der gesamten Anlagesumme; höhere Anteile sind namentlich in Australien, Kanada und den Niederlanden – Pionieren auf diesem Gebiet – zu verzeichnen, gehen aber nirgends über 5% hinaus (Vgl. OECD (2007) "Infrastructure to 2030", Vol. 2, S. 38).