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Vernehmlassung 2009/141: Bericht zur Zukunft der nationalen Infrastrukturnetze in der Schweiz · 71 Seiten
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den europäischen Bahnsystemen dar. Für die Schweiz steht die rasche und durchgehende Ausrüstung des Nord-Süd-Transitkorridors Rotterdam-Genua mit dem europäischen Signal- und Zugsicherungssystem ETCS im Vordergrund.
• Verlagerungsziel erreichen
Seit 2001 besteht der gesetzliche Auftrag, die Anzahl der alpenquerenden Fahrten schwerer Lastwagen zu reduzieren. Das entsprechende Transportvolumen soll auf die Schiene verlagert werden. Dies kann nur gelingen, wenn die Bahn für den Transitgüterverkehr attraktiver wird. Ein wichtiger Schritt dorthin ist die für 2017 geplante Eröffnung des Gotthard-Basistunnels. Flankierend dazu wird der Bundesrat mit der EU Verhandlungen über eine Alpentransitbörse, an der Berechtigungen für alpenquerende Transitfahrten auf der Strasse im gesamten Alpenbogen gehandelt werden können, aufnehmen.
6.4 Luftfahrt
• Flughafenkapazitäten und Luftraum effizient bewirtschaften
Eine Studie im Auftrag des Bundesamts für Zivilluftfahrt121 prognostiziert für die drei Landesflughäfen Zürich, Genf und Basel zwischen 2000 und 2030 eine Zunahme der Flugbewegungen um 41%, des Passagieraufkommens um 90% und des Frachtvolumens122 um 21%.
Wachstum
Landesflughäfen 2000 20202030
2000-2030 Zürich Flugbewegungen 291'000 366'900 415'500 43%
Passagiere (Mio.) 22.5 31.9 39.9 77%
Fracht (Tonnen) 407'000 381'000 448'000 10%
Genf Flugbewegungen 119'000 172'300 187'700 58%
Passagiere (Mio.) 7.7 14.5 17.3 125%
Fracht (Tonnen) 45'000 51'000 57'000 27%
Basel Flugbewegungen 99'600 102'400 113'000 13%
Passagiere (Mio.) 3.7 5.8 7.2 95%
Fracht (Tonnen) 80'000 118'000 141'000 76%
Nicht nur im Ziel- und Quellverkehr, sondern auch auf den die Schweiz überquerenden Transit-Flugstrassen ist bis 2030 mit stark erhöhten Frequenzen zu rechnen.
121 «Entwicklung des Luftverkehrs in der Schweiz bis 2030, Nachfragprognose», Bericht zuhanden des Bundesamtes für Zivilluftfahrt, Intraplan Consult GmbH München, 22. August 2005
122 Die Schweizer Landesflughäfen wickeln keinen reinen Frachtverkehr ab; die Fracht wird mit Passagiermaschinen transportiert. Ein Grossteil der per Luftfracht beförderten Güter (zumeist Sendungen mit hoher Wertdichte von und nach Übersee) wird deshalb auf europäischen Flughäfen umgeschlagen und verlässt oder erreicht die Schweiz auf dem Landweg.