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Vernehmlassung 2009/141: Bericht zur Zukunft der nationalen Infrastrukturnetze in der Schweiz · 71 Seiten

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Lausanne, ein dritter Juradurchstich (Wisenbergtunnel), der Vollausbau des Lötschberg-Basistunnels, die Verlängerung des Zimmerberg-Basistunnels Zürich–Zug oder eine zweite durchgehende Doppelspur Zürich–Winterthur (Brüttener Tunnel).

Abb. 17: Kapazitätsengpässe Schiene 2020 (rot: überlastete Strecken / Knotenpunkte)

Basel Winterthur

St. Gallen

Bern Luzern

Lausanne

Genève

• Finanzierungssystem optimieren

Zur Realisierung von Eisenbahn-Grossprojekten hat sich das Instrument des FinöV-Fonds bewährt. Dieses ist in angepasster Form auch für die künftigen Ausbauschritte beizubehalten. Im Hinblick auf «Bahn 2030» zeichnet sich jedoch ein Auseinanderklaffen der verkehrspolitisch geforderten Ausgaben und der verfügbaren Einnahmen ab. Die Erschliessung zusätzlicher Einnahmequellen für die Bahninfrastruktur wird daher unumgänglich sein. Die heutige, komplexe Struktur der Finanzflüsse im öffentlichen Verkehr sollte aus Transparenz-, Gouvernanz- und Effizienzgründen vereinfacht werden.

• internationale Anbindung gewährleisten

Hinsichtlich Erreichbarkeit auf der Schiene liegen die grossen Schweizer Städte im europäischen Vergleich im Mittelfeld120. Der Anschluss der Schweiz an das stetig sich erweiternde europäische Hochgeschwindigkeitsnetz bleibt auch in Zukunft eine wichtige Aufgabe. Ebenfalls eine permanente Herausforderung stellt die Verbesserung der Interoperabilität zwischen

120 Die meisten europäischen Metropolen, mit denen Zürich, Basel und Genf im Wettbewerb stehen – London, Paris, Brüssel, Amsterdam, Frankfurt , Mailand –, sind durch internationale Hochgeschwindigkeitslinien verbunden. Diese verbessern zwar – in absoluten Reisezeiten gemessen – auch die Erreichbarkeit der Schweizer Zentren, lassen sie jedoch – in relativen Reisezeiten gemessen – gegenüber den direkt angeschlossenen Metropolen zunehmend ins Hintertreffen geraten. Vgl. BAK Economics, 2004: «Die internationale Verkehrsanbindung der Schweiz in Gefahr? – Volkswirtschaftliche Beurteilung der Erreichbarkeit des Wirtschaftsstandortes Schweiz und seiner Regionen»