Vorlage
Vernehmlassung 2010/28: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2012-2015 (Kulturbotschaft) · 94 Seiten
Fedlex · Vorlage · Seite 65Fedlex · Vorlage
stattung von Spitaleinrichtungen, von medizinisch-sozialen Einrichtungen oder Strafanstalten mit Büchern und anderen Medien.
Bekämpfung des Illettrismus
Das BAK plant in der Kreditperiode 2012–2015 in Zusammenarbeit mit den von ihm unterstützten Organisationen, folgende Massnahmen:
– Verstärkung der Aktivitäten des Netzwerks «lesenlireleggere» und der Aktivitäten für Personen, die von Illettrismus betroffen sind;
– Entwicklung von neuen pädagogischen Mitteln für schwache Leserinnen und Leser;
– Lehrgänge für Ausbildende (Grund- und Weiterbildung);
– Sensibilisierung der Personen an den Schnittstellen;
– Entwicklung von Projekten, um das Zielpublikum zu erreichen (z.B. Aufbau von Kursen in Firmen, Schaffung von verkürzten Kursmodulen und Ausdrucksplattformen für die Teilnehmenden usw.).
Buch- und Literaturförderung
Zur Umsetzung der Motion 09.3972 (WAK-S) ist die Entwicklung eines erfolgsabhängigen Fördermodells geplant. Dieses wird die selektive Förderung ergänzen, die auf der Ebene des Bundes, der Kantone, der Städte und von Privaten bereits existiert.
Um die Rahmenbedingungen der selektiven Förderung zu verbessern, möchte das BAK in Zusammenarbeit mit Kantonen und Städten eine Strategie mit den bestmöglichen Standards in diesem Bereich entwickeln.
In Ergänzung zur selektiven Förderung, die als einzelne Massnahme nicht genügt, hat die automatische Hilfe das Ziel, die Marktpräsenz und den Marktanteil schweizerischer Bücher zu steigern. Eine vom Bund eingesetzte Projektgruppe «Succès livre et littérature» hat ein Modell entwickelt, das den Verkaufserfolg eines Schweizer Buchproduktes honoriert. Von den Finanzhilfen würde die gesamte kulturelle Wertschöpfungskette von den Autorinnen und Autoren bis zum Buchhandel partizipieren. Die Projektgruppe kommt bei ihren Berechnungen auf einen jährlichen Finanzbedarf von 6 Millionen Franken. Davon stehen jedoch nur 1 Million Franken im Budget des BAK zur Verfügung. Mit diesen beschränkten Finanzmitteln können einzig jene Schweizer Buchverlage unterstützt werden, welche wichtige Impulse für das Schweizer Buch liefern.
Die beiden Modelle (selektive Förderung und erfolgsabhängige Förderung) werden aufeinander abgestimmt. Alle Protagonisten der Buchkette werden mindestens im einen oder anderen Modell einbezogen.
Massnahmen im Rahmen der transversalen Themen des Bundes: E-Book – Lesen und Schreiben im digitalen Zeitalter
Man kann davon ausgehen, dass – analog zu der Entwicklung in der Musikindustrie
– das Downloaden eines E-Books oder Mobilebooks in den nächsten zehn Jahren eine echte Alternative zum Kauf eines gedruckten Buches darstellen wird. Noch ist der deutschsprachige Markt für E-Books klein. Aber alle Beobachter sind sich