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Vernehmlassung 2010/28: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2012-2015 (Kulturbotschaft) · 94 Seiten
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(Statistik der MWST), 2009 waren es 1 Milliarde (Mediacontrol). Die Zahl der durch die NB erfassten publizierten Titel in der Schweiz hat zwischen 1980 und 1995 stetig zugenommen, blieb jedoch seither konstant (zirka 11 000 neue Bücher pro Jahr).
Aus diesen Studien geht hervor, dass die Situation der Autorinnen und Autoren gesamthaft betrachtet nicht ungünstig ist, da in der Schweiz ein relativ dichtes Netz an Förderungsorganen besteht. Die Förderungsmechanismen des Bundes, der Kantone und der Städte sind weitgehend identisch ausgestaltet und verfolgen die gleichen Ziele: Werkbeiträge und Atelieraufenthalte für Autorinnen und Autoren, Druckbeiträge, Beiträge an Veranstaltungen und Reisen für die Promotion der Werke.
Auf den verschiedenen föderalen Ebenen besteht somit eine Vielzahl von Massnahmen zur Förderung von Autorinnen und Autoren. Zum Nachteil der Gesuchsteller unterscheiden sich die Förderungsmassnahmen aber massgeblich bezüglich der Kriterien und Verfahren. Insbesondere mangelt es an einer ganzheitlichen Perspektive, welche alle Stadien der Wertschöpfungskette in der Buchproduktion berücksichtigt. Die sich aus diesen Feststellungen ergebenden Ziele und Massnahmen sind nachstehend in den Abschnitten zur Buch- und Literaturförderung beschrieben.
Ziele
Leseförderung
Um die Lesekompetenzen der gesamten Bevölkerung zu verbessern, ist es wichtig, zu verschiedenen Zeitpunkten im Leben der Lesenden aktiv zu werden, insbesondere bei Kindern im Vorschulalter, bei Jugendlichen sowie bei Erwachsenen, die nicht lesen und schreiben können oder der Schriftkultur fern stehen. Zwei Aspekte stehen im Vordergrund:
– Unterstützung von Projekten zur Leseförderung und zur Förderung der Literalität (zum Beispiel Impulsprogramme, Sensibilisierungskampagnen oder nationale Projekte für eine spezifische Altersgruppe);
– Unterstützung von Massnahmen, die den Zugang zu Büchern und zur Schriftkultur in den meistgesprochenen Fremdsprachen der Schweiz erleichtern: Lesenlernen in der Muttersprache begünstigt das Lesenlernen generell; Kinder, die ihre ursprüngliche Kultur kennen, sind besser integriert.
Zugang zum Lesen (Stiftung Bibliomedia)
Die Stiftung Bibliomedia spielt eine wichtige Rolle als Ressourcen- und Kompetenzzentrum für kleine und mittlere Bibliotheken. Dank den Leistungen der Stiftung Bibliomedia können Bibliotheken auch in kleinen Gemeinden, in Aussenquartieren und in Randregionen betrieben werden, die solche Einrichtungen alleine nicht finanzieren könnten.
Das BAK wird die Stiftung Bibliomedia weiterhin unterstützen, damit ein dichtes und lebendiges Bibliothekennetzwerk in allen Regionen der Schweiz garantiert und die Arbeit der Bibliothekarinnen und Bibliothekare erleichtert werden kann. Weiter ermöglicht die finanzielle Unterstützung des Bundes kleinen Bibliotheken, ihre Kataloge laufend zu aktualisieren sowie ihren Leserinnen und Lesern attraktive und moderne Leistungen anzubieten.