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Vernehmlassung 2010/28: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2012-2015 (Kulturbotschaft) · 94 Seiten
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– Netzwerk für die Prävention und Bekämpfung des Illettrismus: Im Interesse einer besseren Vernetzung der in der Prävention und Bekämpfung des Illettrismus tätigen Akteure in der Schweiz hat das BAK das Internetportal www.lesenlireleggere.ch geschaffen. Dieses Portal ist eine öffentlich zugängliche Informationsquelle und eine Plattform für den Austausch zwischen den verschiedenen in diesem Bereich aktiven Organisationen und Institutionen. Seit 2005 finden jährlich Tagungen statt, an denen Themen in Bezug auf den Illettrismus vertieft betrachtet und Erfahrungen ausgetauscht werden.
– Sensibilisierung und Information der Öffentlichkeit: Das BAK und das BFS spielen eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Informationen über das Thema Illettrismus. Noch vor wenigen Jahren war das Bild von Illettrismus verbunden mit der Vorstellung von Ausgrenzung und Armut. Es ist wichtig, dass die Informationen, die zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit beitragen sollen, von Stellen kommen, die weder mit den Ursachen des Illettrismus (Bildungswesen) noch mit allfälligen Folgen (Beschäftigung, Arbeitslosigkeit, Sozialversicherungen, Migration) befasst sind.
– Professionalisierung des Bildungssystems: Durch die Sensibilisierung der Öffentlichkeit hat die Nachfrage nach Kursen zugenommen, was zur Folge hat, dass mehr Ausbildende gebraucht werden. Unter Einbezug der bestehenden Angebote wurde 2007 eine in Module aufgeteilter, gesamtschweizerisch anerkannter Lehrgang für Ausbildende geschaffen. Berücksichtigt wurden dabei auch die spezifischen Bedingungen des Unterrichts für in einer Landessprache schwach qualifizierte Personen und für Fremdsprachige.
Diese bewährten Massnahmen sollen in der Kreditperiode 2012–2015 fortgeführt werden (vgl. nachstehend die Abschnitte Ziele bzw. Massnahmen zum Illettrismus).
Abschreibung 09.3972 Motion WAK-S. Förderung von Schweizer Buchautoren
Der Bericht zur Buch- und Literaturlandschaft der Schweiz (die sogenannte Trappel-Studie der Universität Zürich aus dem Jahre 2006) analysiert die Entwicklung der Buchindustrie in der Schweiz und ihren Einfluss auf die Kulturpolitik. Er skizziert die Möglichkeiten einer zukünftigen schweizerischen Literaturförderung. Gemäss dem Bericht besteht das Hauptziel darin, Anreize zum Bücherlesen zu schaffen und die Attraktivität des Buches für alle Bevölkerungsgruppen zu steigern.
Auf der Grundlage eines an Kantone und Städte gerichteten Fragebogens hat das BAK 2008 ein Panorama der öffentlichen Massnahmen zugunsten des Buches erstellt. Gesamthaft betrugen die öffentlichen Subventionen im Jahr 2006 über 4 Millionen Franken (Stipendien, Werkbeiträge, Publikationsbeiträge, Preise, Auszeichnungen, Workshops, Unterstützung von kulturellen Organisationen für Schriftstellerinnen und Schriftsteller).
Der Bericht WAK-N 04.430 vom 20. April 200947 beschreibt in seinem ersten Teil den Buchmarkt in der Schweiz und die Unterschiede zwischen den drei Sprachregionen des Landes in diesem Bereich. In der Schweiz bildet das Buch einen wichtigen Wirtschaftszweig. Rund 9 400 Personen sind in Verlagen, Buchhandlungen und Bibliotheken beschäftigt. 2006 betrug der Jahresumsatz 770 Millionen Franken
47 BB 2009 4169