Protokoll

Vernehmlassung 2010/4: Änderung von Art. 13 Abs. 3 Bst. b der Stromversorgungsverordnung (StromVV) und dem neuen Anhang 1 · 17 Seiten

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Rolf Zimmermann (SGB) sagt, dass sehr viel Eigenkapital in der Branche vorhanden ist. Ein Grossteil der Unternehmen ist öffentlich und kann sich auch öffentlich finanzieren. Das Stromnetz muss öffentlich finanziert werden, darum ist die Höhe des WACC nicht die entscheidende Grösse.

Bernard Fragnière (VPOD) erklärt, dass Investitionen in die Netze auch ohne Erhöhung des WACC vorgenommen werden.

Thomas Tillwicks (swissgrid) sagt, dass unter den zwei Bedingungen, 1. die Kosten beim Regulator verbucht werden können und 2. der WACC eine angemessene Höhe hat, Investitionen vorgenommen werden.

Urs Näf (economiesuisse) sagt, dass aus volkswirtschaftlichen Gründen einerseits die Strompreise möglichst tief sein müssen und andererseits die Versorgungssicherheit gewährleistet sein muss. Ob der WACC-Satz dies erfüllt, kann erst in Zukunft beurteilt werden. Das BFE ist aufgefordert, die Investitionen zu beobachten und wenn nötig, zu handeln.

Martin Häberli (IGEB, ZPK) sagt, dass die Investitionen nicht leiden, wenn der WACC tiefer ist. Unter liberalisierten Verhältnissen wird in das Netz investiert werden.

Jean-Philipp Kohl (swissmem) erklärt, dass der WACC für die Investitionen eine Rolle spielt, es jedoch nicht klar ist, wie gross diese Rolle ist. Andere Investitionshindernisse spielen eine bedeutendere Rolle.

Peter Betz (VSE) ist gegen die vorgenommene politische Kalibrierung der Methode. Das Gutachten Volkart ist bereits ein Kompromiss. Heute profitieren alle von den Investitionen der Vorfahren. Es gibt eine grosse Langfristigkeit in diesem Geschäft. Das Gutachten Volkart stützt sich auf den Werterhalt. Die Investitionen in die Zukunft werden dabei noch nicht berücksichtigt. Zu denken ist dabei auch an den Ausbau der erneuerbaren Energien und Energieeffizienzmassnahmen.

Manuel Berger (VSE) gibt zu bedenken, dass das Kapital Opportunitätskosten hat. Die Netzbetreiber müssen das Kapital am Markt aufnehmen. Dieses ist nicht gratis, es ist nicht risikolos. Insbesondere bei der Liberalisierung steigt das Risiko. Die Verzinsung der Netze muss mit den Netznutzungstarifen abgegolten werden.

Pascal Previdoli (BFE) dankt den Teilnehmenden für ihren Beitrag. Die Erkenntnisse der Anhörung werden dem Departementschef und dem Gesamtbundesrat vorgelegt werden.

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