Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2012/89: Vorlage zur Schaffung eines Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds (NAF); zur Schliessung der Finanzierungslücke; zum Strategischen Entwicklungsprogramm Nationalstrasse (STEP) · 128 Seiten
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Kategorien Personenkilometer Anteil in Prozent (gerundet)
Abbildung 1 Modal–Split beim Personenverkehr 20112 Motorisierter Individualverkehr (MIV)74
Bahnen (Eisen– und Seilbahnen)16
Langsamverkehr7
Öffentlicher Strassenverkehr3
Die Verkehrsleistung im Schweizer Personenverkehr belief sich im 2011 auf rund 121,6 Milliarden Personenkilometer3.
Über die Zeitperiode von 1980 bis 2011 sind die Transportleistungen im Güterverkehr um insgesamt 90 Prozent angewachsen. Zugelegt haben sowohl der Strassenals auch der Schienenverkehr. Während die Transportleistung des Strassengüterverkehrs seit 1980 um 155 Prozent angestiegen ist, betrug der Zuwachs auf der Schiene 31 Prozent. Dementsprechend hat sich der Modal-Split zugunsten der Strasse entwickelt. 1980 betrug der Anteil der Schiene 53 Prozent, im 2011 noch 37 Prozent.
Modellrechnungen4 gehen davon aus, dass zwischen 2010 und 2030 die Verkehrsleistungen in Personenkilometern des Gesamtverkehrs auf Schiene und Strasse zusammen um rund einen Viertel ansteigen werden. Beim öffentlichen Verkehr (ÖV) rechnet man mit einem Wachstum von 50 Prozent und beim motorisierten Individualverkehr (MIV) von 19 Prozent. Zu beachten ist dabei, dass der absolute Wert beim MIV immer noch dreimal höher ist als beim ÖV. Betrachtet man den Modal-Split, gewinnt der ÖV bis 2030 gegenüber 2010 4 Prozentpunkte und steigt auf 25 Prozent. Der MIV auf den Nationalstrassen wächst überproportional. Gemäss diesen Modellrechnungen nehmen auch die Verkehrsleistungen in Tonnenkilometern des Güterverkehrs zu, zwischen 2010 und 2030 um rund 45 Prozent. Dabei wird der Schienengüterverkehr überproportional wachsen. Der Modal-Split verschiebt sich dementsprechend zugunsten des Schienengüterverkehrs.
Sowohl beim Personen- als auch beim Güterverkehr sind bei allen Verkehrsträgern die grössten Wachstumsraten in den Agglomerationen zu erwarten. Dies betrifft nicht nur die nationale, sondern ebenso die regionale oder lokale Verkehrsinfrastruktur. Der MIV auf den Nationalstrassen, aber auch der Gesamtverkehr in den Agglomerationen wächst gegenüber den übrigen Strassen bzw. gegenüber den ländlichen Gebieten überproportional.
2 ASTRA, Verkehrsentwicklung und Verfügbarkeit der Nationalstrassen, Jahresbericht, 2012.
3 ASTRA, Verkehrsentwicklung und Verfügbarkeit der Nationalstrassen, Jahresbericht, 2012.
4 ARE, Ergänzungen zu den schweizerischen Verkehrsperspektiven bis 2030, 2012.