Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2012/93: Beiträge des Bundes an die Olympischen Winterspiele Schweiz 2022 · 52 Seiten
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- Die notwendigen Infrastrukturanlagen für den Sport bestehen oder werden
unabhängig von der Durchführung olympischer Winterspiele neu gebaut bzw. erneuert. Für Anlagen, die keiner nachhaltigen Nutzung an den jeweiligen Wettkampforten zugeführt werden können, wird eine nacholympische Nutzung an anderen Standorten in Graubünden, der Schweiz oder im Ausland angestrebt. In St. Moritz und Davos ist je ein olympisches Dorf geplant. Die bestehenden und neu zu bauenden Infrastrukturen werden den Anforderungen der Umweltschutzgesetzgebung genügen. In der Planung wird zudem grosser Wert auf die Aspekte des Klimaschutzes und des Klimawandels gelegt.
- Die Beherbergung der olympischen Familie, der Gäste, des Sicherheits-
personals und der freiwilligen Helfer kann grundsätzlich gewährleistet werden. Mitunter müssen die Hotelkapazitäten ausgebaut oder auf den neusten Stand gebracht werden. Die Durchführung olympischer Spiele wird für zahlreiche Betriebe Anlass und Anreiz sein, um mit den notwendigen Investitionen auch künftig im touristischen Umfeld bestehen zu können.
- Die Bewältigung des Verkehrs stellt für die Durchführung der olympischen
Winterspiele eine grosse Herausforderung dar. Zum einen muss eine grosse Anzahl von Personen transportiert werden. Zum anderen sind die Verkehrssysteme Strasse und Schiene aufgrund der geografischen Situation im Kanton Graubünden nur bedingt redundant. Sie haben zudem eine eingeschränkte Massenleistungsfähigkeit. Unter Einbezug dieser Vorgaben und basierend auf Szenarien, welche die tägliche Anreise sämtlicher Besucherinnen und Besucher von ausserhalb des Kantons Graubünden vorsehen, lassen sich die gesamthaften Besucherinnen und Besucher sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem öffentlichen Verkehr transportieren. Um den Verkehr zu bewältigen, sind punktuell Ausbauten an der Bahn- und Strasseninfrastruktur notwendig.
- Bei einer Veranstaltung in der Grössenordnung olympischer Winterspiele
nimmt die Sicherheit einen zentralen Stellenwert ein. Die Verantwortung für die Planung und Durchführung der Sicherheitsmassnahmen liegt grundsätzlich beim Kanton Graubünden. Dieser ist auf die Unterstützung durch interkantonale und ausländische Polizeikräfte, Armee und Bevölkerungsschutz angewiesen. Zudem ist eine Koordination der Sicherheitsbemühungen durch den Bund zwingend. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen im Zusammenhang mit der UEFA EURO 2008, des World Economic Forum (WEF) in Davos und anderer Grossveranstaltungen kommt die Machbarkeitsbeurteilung zum Schluss, dass die Sicherheit gewährleistet werden kann.
Budget der Kandidatur und Durchführung
Ziel der Bestrebungen ist es, eine international wettbewerbsfähige Kandidatur aufzubauen. Die in diesem Zusammenhang anfallenden Arbeiten und Aktivitäten erfordern ein Kandidaturbudget von 60 Millionen Franken. Das Budget geht vom