Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2012/93: Beiträge des Bundes an die Olympischen Winterspiele Schweiz 2022 · 52 Seiten
Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 33Fedlex · Erläuternder Bericht
der Abklärungen über einen möglichen Standort stehen zur Zeit die Armee-Unterkünfte in Andermatt. Aktuell werden hierzu Vorstudien erarbeitet.
Schliesslich können die Bestrebungen für die Durchführung von olympischen Winterspielen auch zum Anlass genommen werden, um den Sport vermehrt in Programme der Entwicklungszusammenarbeit einzubinden. Im Rahmen der olympischen Idee steht die Jugend und deren Zukunft im Zentrum. Entsprechende Programme könnten dazu beitragen, die olympische Idee der Fairness, Völkerverständigung und des Friedens im Jugendalltag umzusetzen. Selbstbestimmung, religiöse Toleranz und gegenseitiger Respekt sind Werte, die im Kontext von gemeinsamen Programmen des Sports und der Entwicklungszusammenarbeit gelebt werden können.
1.12 Kosten und Finanzierung der olympischen Winterspiele
Was die Finanzierung der olympischen Winterspiele 2022 betrifft, ist aufgrund der Vorgaben des IOC zwischen drei Budgets zu unterschieden:
- Kandidaturbudget:
Dieses Budget beinhaltet sämtliche Ausgaben und Einnahmen, die in den Phasen "Vorbereitung", "Candidate City" und "Applicant City" bis zum Vergabeentscheid des IOC im Juni 2015 entstehen.
Beantragter Kredit: 30 Millionen Franken.
- Organisations- und Durchführungsbudget (OCOG-Budget):
Dieses Budget enthält alle Ausgaben und Einnahmen, für die das Organisationskomitee der olympischen Spiele (OCOG) verantwortlich zeichnet.
Vorläufige Schätzung: Ausgaben 2,8 Milliarden Franken, Einnahmen 1,5 Milliarden Franken.
- Infrastruktur- und Sicherheitsbudget (Non-OCOG-Budget):
Dieses Budget beinhaltet die Investitionen in Infrastrukturen sowie die operativen Kosten (insbesondere Sicherheit), die nicht direkt den olympischen Spielen zugewiesen werden können.
Vorläufige Schätzung: 1,6 Milliarden Franken.
Die vorliegenden Berechnungen basieren auf den Machbarkeitsbeurteilungen der verschiedenen Spezialisten in den einzelnen Bereichen. Diese wurden von einem Beratungsunternehmen (PricewaterhouseCoopers) mit ausgewiesenem Expertenwissen in Fragen der Olympiaorganisation überprüft und in einem vorläufigen Budgetrahmen zusammengeführt. Zur Plausibilisierung der Budgetzahlen wurde ein Zweitgutachten (Deloitte) in Auftrag gegeben, das die Erkenntnisse der Erstbeurteilung bestätigt. Das im Rahmen der Machbarkeitsstudie erarbeitete Non-OCOG-Budget wurde leicht modifiziert, da die Überprüfung durch bundesinterne Experten ergab, dass einzelne Infrastrukturprojekte für die Durchführung nicht erforderlich sind.
Den einzelnen Berechnungen liegen die Planungen und Konzepte des Vereins, Stand 29. Juni 2012, zugrunde. Aufgrund des heutigen Planungsstands handelt es sich bei allen Kosten- und Investitionsberechnungen um vorläufige Schätzungen. Ausgangsbasis für die Berechnung sind die Preise 2012 und die Währungsumrechnungen