Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2012/93: Beiträge des Bundes an die Olympischen Winterspiele Schweiz 2022 · 52 Seiten

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basierend auf den Kaufkraftparitäten zwischen der Schweiz und den USA, Deutschland und Kanada.

1.12.1 Kandidaturbudget

Ziele der Mittelverwendung

Gestützt auf die ausgewiesenen Budgetzahlen der Kandidaturen Sion (Candidate City 2006), München (Candidate City 2018) und Annecy (Candidate City 2018) wurden die Kosten der Kandidatur in einer ersten Phase der Vorarbeiten (2010) auf 36 Millionen Franken geschätzt. Dieser Grobschätzung lagen keine vertieften Abklärungen zugrunde und war deshalb auch nie Richtgrösse der Vereinsarbeiten.

Im Zuge der Vorabklärungen des Vereins stellte sich heraus, dass die Budgetzahlen der erwähnten Kandidaturen insoweit unvollständig waren und zu Missverständnissen Anlass gaben, als sie nicht die Vollkosten berücksichtigten. Basierend auf den Machbarkeitsstudien der Einzelprojekte und unter Berücksichtigung der anfallenden Vollkosten wurde in der Folge ein realistisches Budget erstellt. Dieses sieht Aufwendungen in der Höhe von 60 Millionenen Franken bis zum Vergabeentscheid des IOC im Juni 2015 vor. Es baut auf folgenden Zielen und Erkenntnissen auf:

- Ziel der Kandidatur ist der Zuschlag des IOC im Jahr 2015. St. Moritz und die

Schweiz müssen sich mit einer qualitativ hochwertigen Bewerbung als bester Austragungsort positionieren.

- Das Olympia-Projekt ist nicht ein Vorhaben der Region, sondern ein Projekt

der Schweiz. Der nationale Charakter des Projekts muss daher im Bewusstsein der Bevölkerung verankert werden.

- Die Grundsätze der Nachhaltigkeit sollen bereits in der Phase der Kandidatur

zum Tragen kommen, insbesondere im Bereich der operativen Nachhaltigkeit der Spiele, des Lebens in den Bergen sowie für Jugend, Sport und olympische Werte.

- Mit einer national fundierten, zugleich aber auch international ausgerichteten

Dialogstrategie soll eine breite Akzeptanz für die Durchführung der Olympischen Winterspiele Schweiz 2022 geschaffen werden. Auf dieser Grundlage soll eine IOC-Stimmenmehrheit für die Kandidatur erreicht werden.

Mit der Umsetzung der im Rahmen des vorliegenden Budgets geplanten Massnahmen bestehen realistische Zuschlagschancen. Diese Massnahmen erlauben eine positive Positionierung der Kandidatur, eine Stärkung des internationalen Rufs der Schweiz und eine ausreichende Information der Bevölkerung im Landesinnern, um die erforderliche Unterstützung und den Rückhalt für die Kandidatur zu erlangen.

Budgetpositionen

Das Kandidaturbudget umfasst nebst den Personalausgaben sowie Sachaufwendungen in den Bereichen internationale Beziehungen, Sport, Technik, Kommunikation und Marketing alle Kosten zur Erstellung des Bewerbungsdossiers mit den entsprechenden Machbarkeitsstudien. Die Kandidaturkosten entstehen unabhängig von einem positiven oder negativen Vergabeentscheid des IOC.

Im Einzelnen setzen sich die Ausgaben wie folgt zusammen: