Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2012/93: Beiträge des Bundes an die Olympischen Winterspiele Schweiz 2022 · 52 Seiten
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chung des Kandidaturdossiers notwendig ist. Diese Arbeiten müssen höchsten Qualitätsansprüchen genügen und einen hohen Detaillierungsgrad aufweisen. Vorrangig geht es um die Ausarbeitung von Machbarkeitsstudien, die Entwicklung von Konzepten und Plänen sowie die Detaillierung des Durchführungsbudgets. Im Einzelnen betreffen die Abklärungen folgende Bereiche: Bauten (temporär und permanent), Verkehr und Logistik, Sicherheit, Finanzen und Risikoanalyse, Technologie und Systeme, Beherbergung, Zeremonien und Kultur, Paralympics, Ticketing und Hospitality, Event Management, Strategie und Konzeption.
Die Ausgaben für die Produktion der Kandidaturunterlagen umfassen sämtliche Kosten zur Herstellung des Kandidaturdossiers: Konzept und Vision, Textgestaltung, Bild und Druck. Ausserdem beinhaltet dieser Ausgabenposten den Aufwand für die Produktion von mindestens einem Werbefilm.
Unter der Position IOC sind alle Abgaben erfasst, welche im Rahmen des Kandidaturprozesses dem IOC entrichtet werden müssen.
Mit den für den NIV-Prozess vorgesehenen Beträgen soll sichergestellt werden, dass die Planung, Vorbereitung und Durchführung der Spiele den höchsten Nachhaltigkeitsstandards entsprechen. Wie bereits dargestellt, sollen die Spiele für einen langfristigen Entwicklungsschub insbesondere in den Themenbereichen "Leben in den Bergen" und "Jugend, Sport und olympische Werte" genutzt werden.
Unter Politische Führung und Steuerung fallen alle Ausgaben für die Durchführung von Meetings der politisch/strategischen Führungsorgane und der Unterstützungsgremien zu Gunsten dieser Organe.
Im Rahmen des Marketing – auch mit Partnerunternehmungen – soll sichergestellt werden, dass die Schweiz, Graubünden und die beiden Durchführungsorte sich weltweit präsentieren können. In diesem Bereich fallen weitere Ausgaben für Kommunikationsdienstleistungen im Zusammenhang mit Auftritten im In- und Ausland an. Eine besondere Rolle nehmen dabei die neuen Medien ein. In dieser Position enthalten ist auch die Finanzierung von Anlässen, die Unterstützung der Aktivitäten von Ambassadors und gemeinsamen Vorhaben mit Schweiz Tourismus.
Alle Aktivitäten der Kandidatur sind darauf ausgerichtet, Zustimmung zu gewinnen. Das Ziel besteht einerseits darin, die Zustimmung der schweizerischen Bevölkerung zur Kandidatur und andererseits die Zustimmung einer Mehrheit der IOC Mitglieder und einem grösstmöglichen Goodwill zu Gunsten der Schweiz und "St. Moritz 2022" zu erhalten. Die Kommunikation im Ausland wird über den Einsatz von "Public Affairs"-Agenturen sowie durch die Unterstützung des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten geführt.
Um unvorhergesehene Entwicklungen zu bewältigen, ist eine Reserve in der Höhe von 7,5% des Budgets vorgesehen.
Kostenteiler
Im Auftrag des Bundesrates hat das VBS mit dem Kanton Graubünden und mit Swiss Olympic Verhandlungen über einen möglichen Kostenteiler für die Kandidatur geführt. Swiss Olympic verfügt selbst über keine Budgetmittel, die für eine Kandidatur herangezogen werden können. Hingegen hat sich der Dachverband des schweizerischen Sports verpflichtet, im Rahmen von Sponsoringbeiträgen Mittel im Umfang von 15 Millionen Franken zu akquirieren. Im Entwurf des Bundesbeschlusses wird verdeutlicht, dass mindestens 11 Millionen Franken in Form von Geldleis-