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Vernehmlassung 2013/113: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2016-2019 (Kulturbotschaft) · 127 Seiten
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Quartals-Forecasts ein. Dieser Forecast umfasst neben der Detailplanung von Kosten und Erlösen ebenso ein Liquiditätscontrolling und einen Investitionsplan.
Nachdem die städtische und insbesondere die kantonale Bevölkerung Zürichs mit deutlichen Mehrheiten den Standortbeiträgen zur Erweiterung des Landesmuseums zugestimmt hatten und die Teilfinanzierung über Drittmittel gesichert war, konnte im Jahr 2012 der Spatenstich und ein Jahr darauf die Grundsteinlegung in Anwesenheit der Vertreter von Bund, Kanton und Stadt feierlich begangen werden.
Sammlung SNM
Das Sammlungszentrum in Affoltern am Albis, ein ehemaliges Zeughaus des VBS, beherbergt heute die grösste kulturhistorische Sammlung der Schweiz mit rund 840 000 Objekten. Auf einer Fläche von rund 25 000 m2 befinden sich Depots, Werkstätten und Labors für eine einzigartige Sammlung von Handwerk und Kunsthandwerk von der Urgeschichte bis in die Gegenwart. Die Sammlungen sichern das materielle und immaterielle Erbe und bilden die Quellen und den Ausgangspunkt der Forschungs- und Ausstellungstätigkeit des SNM. Entscheidungsgrundlage für Neuzugänge ist ein jährlich aktualisiertes Sammlungskonzept. Es erfasst die Bestände, beschreibt ihre Potenziale, bestimmt die zu sammelnden Zeitspannen und definiert die Strategien zur Erweiterung der Bestände. Für das 19. und 20. Jahrhundert sind die Traditionsbestände Textilien, Möbel sowie Grafik und Fotografie gezielt erweitert worden, auch im Rahmen von Kooperationen mit kantonalen Archiven, Industrieverbänden und privaten Sammlungen. Für die Sicherstellung der Repräsentativität des Bestands «Zeitzeugen» dienen Haushaltsstatistiken und Trendanalysen als Grundlage.
Ausstellungen SNM
Die Ausstellungspolitik, die vorsieht, zwischen Ausstellungsreihen zur Sammlung und solchen zum historischen Kontext aktueller Themen abzuwechseln, beinhaltet neben Wechselausstellungen auch die Einrichtung von Dauerausstellungen zur Schweizer Geschichte. Während das Landesmuseum Zürich die politische Geschichte und die Wirtschaftsgeschichte vor allem in der Neuzeit thematisiert, präsentiert das Forum Schweizer Geschichte Schwyz in der Zentralschweiz die Vorgeschichte der alten Eidgenossenschaft und die Entstehung von Landsgemeinden. Die auch zur Geschichte der Schweiz gehörenden feudalen Strukturen, etwa in den Herrschaftsgebieten Berns, zeigt das Château de Prangins im Kanton Waadt anhand der Dauerausstellung über das Leben des Barons von Prangins und seiner Familie auf ihrem Schloss über drei Generationen hinweg. In den letzten Jahren konnte die Museumsgruppe einen erfreulichen Besucherzuwachs verzeichnen. Dank der neuen Ausstellungsprogrammierung ist die Attraktivität der Häuser stark gestiegen. Es gelang, neue Besuchergruppen anzusprechen sowie die Wirtschaftlichkeit der Leistungserbringung zu steigern.
Forschungs- und Bildungskooperationen
Projekte in den Bereichen Konservierungsforschung und Objektanalyse werden regelmässig zusammen mit Institutionen des In- und Auslands ausgeführt. Diese Kooperationen stellen die internationale Vernetzung des SNM sicher und ermöglichen eine partnerschaftliche Finanzierung von Forschungsvorhaben. So entstanden Ausstellungskooperationen mit dem Victoria and Albert Museum London, dem Castello del Buonconsiglio Trento oder dem ModeMuseum Antwerpen. Für Hochschulen werden ferner Ausbildungsmodule über Kulturgüterhaltung und Museologie angeboten, und Studierende aus dem In- und Ausland werden in praxisorientierten Programmen und im Rahmen ihrer Bachelor- und Masterarbeiten ausgebildet und betreut.