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Vernehmlassung 2013/113: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2016-2019 (Kulturbotschaft) · 127 Seiten

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Ein zentrales Anliegen des SNM ist es, Lehrkräfte aller Schulstufen sowie Kinder und Jugendliche darin zu unterstützen, einen Zugang zur Geschichte der Schweiz und damit zur eigenen Geschichte zu finden. Über 2 260 Schulklassen haben im Jahr 2012 die Ausstellungen des SNM besucht. Die Zusammenarbeit mit dem Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer und den Pädagogischen Hochschulen stützt die Museumspädagogik des SNM. Mit dem VBS besteht eine Kooperation im Rahmen der militärischen Ausbildung. Partnerschaften mit der Pro Senectute oder Procap Schweiz – für Menschen mit Handicap ermöglichen einen Zugang expliziter Zielgruppen zu Geschichte.

1.4 Umfeldanalyse

Als Gesellschaftspolitik verstanden kann die Kulturpolitik einen eigenen Beitrag und eigene Antworten zur Bewältigung und zur positiven Nutzung der tiefgreifenden gesellschaftlichen Entwicklungen leisten. Die Achsen dieser Transformationsprozesse werden von der Zukunftsforschung als Megatrends bezeichnet, als grosse gesellschaftliche Veränderungsprozesse, die weltumspannend und über Jahrzehnte wirken. Die folgende Umfeldanalyse dient dazu, ausgehend von Megatrendinformationen wichtige Herausforderungen für die künftige Kulturpolitik abzuleiten.

Welche Megatrends für die Kulturpolitik massgeblich sind, ist naturgemäss eine Wertungsfrage. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass für die zukünftige Ausgestaltung der Kulturpolitik des Bundes namentlich die folgenden fünf Trends von strategischer Bedeutung sind:

– Die Globalisierung führt zu einem beschleunigten und verstärkten Austausch von Kapital, Gütern, Menschen und Informationen. Die Welt wird multipolarer, die Mobilität nimmt zu. Kunst- und Kulturschaffende stehen in einem weltweiten Austausch und die Bedeutung bilateraler und multilateraler Zusammenarbeit wächst. Kulturunternehmen (Verlage, Filmproduzenten usw.) sowie Kulturschaffende müssen im internationalen Wettbewerb um Finanzierung, Aufmerksamkeit und Konsumenten bestehen. In den Bereichen Kultur, Medien und Unterhaltung wächst der Druck auf kleinere Akteure. Dieser Trend kann zu einer Reduktion kultureller Ausdrucksformen und Angebote führen und stellt somit eine Herausforderung für die Wahrung der kulturellen Vielfalt dar.

– Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung werden im Informations- und Kommunikationszeitalter analoge Informationsträger durch digitale Informationsträger ergänzt und teilweise ersetzt. Neue Vertriebskanäle beeinflussen nachhaltig die Produktion sowie den Absatz von Kulturgütern. Insbesondere im Musik-, Literatur- und Filmbereich ist die gesamte Verwertungskette im Umbruch. Gleichzeitig ändert sich das Verhalten der Konsumenten beispielsweise in Bezug auf die Ansprüche an eine zeit- und ortsungebundene Verfügbarkeit textbasierter und audiovisueller Inhalte. Mit den technischen Neuerungen verbinden sich auch Chancen: Es entstehen neue künstlerische Formate (wie beispielsweise transdisziplinäre Projekte) sowie hochinnovative Dienstleistungen. Kleinere Produzenten können die kostengünstigen Wege der digitalen Distribution nutzen und auf diese Weise Nischenmärkte besetzen. Schliesslich erweitern neue technische Errungenschaften auch die Möglichkeiten zur Teilnahme am Kulturleben (z. B. Selbstverlage, Kulturblogs).

– Der demografische Wandel äussert sich in der Schweiz in einer höheren Lebenserwartung (Alterung der Gesellschaft) sowie in einem wachsenden Anteil von Einwohnerinnen und Einwohnern mit Migrationshintergrund. Folgen davon sind ein ge-