Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2013/146: Verordnung über die Anpassung von Tarifstrukturen in der Krankenversicherung · 84 Seiten
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Hinweise, Kritiken, Vorschläge, Anträge Verfasser Observations, critiques, suggestions, propositions Auteurs Osservazioni, critiche, suggerimenti, proposte Autori
subventioniert werden. Dies führt dazu, dass dieser Bereich auf Versicherungsseite zu-
nehmend ausblutet.
Bei der Festlegung der Taxpunkte als Kostenäquivalent wurden gemäss Tarifführer-
schaft jeweils diejenigen normativen (im Falle der Spitäler) oder effektiven (im Falle der
Freipraktizierenden) Kosten der Leistungserbringer herangezogen, die die entspre-
chende Leistung am häufigsten erbrachten (=Tarifführerschaft). Dies führte dazu, dass
die Spitäler bei vielen, auch durch sie angebotenen Leistungen nur die Kostenstruktur
der Freipraktizierenden abgegolten erhalten. Da die Spitäler per se höhere Kosten auf-
weisen (Stichworte sind u.a. komplexere Struktur, oft 24-Stundenangebot, Betreuung
komplexerer Fälle, Ausbildungsleistungen, Mischung zwischen geplanter und ungeplan-
ter Leistungserbringung, Vorhalteleistungen etc.) als die Freipraktizierenden, gehören
sie zu den Verlierern des Konzeptes Tarifführerschaft; während die Freipraktizierenden
und damit auch die Hausärzte davon profitieren.
Die Kostenermittlung zur Festlegung der Taxpunktzahlen basierte auf der Kostenstruk-
tur von 1997. Damit waren die Taxpunkte schon bei der Einführung zu tief. Seit 1997 ist
eine Teuerung von 17.5% (gewichteter Durchschnitt: 35% Sachkosten zu 11% Teue-
rung und 65% Personalkosten zu 21% Teuerung) aufgelaufen. Auf der Preisseite gab
es dennoch kaum Erhöhungen. Die Taxpunkte müssten somit für alle Leistungserbrin-
ger um 17.5% angehoben werden. Damit ginge es auch den Hausärzten besser und die
vorliegende Verordnung wäre gar nicht notwendig.
Das St. Claraspital erzielte im 2013 einen ambulanten Umsatz von rund CHF 33.4 Mio. Claraspital Davon entfielen CHF 21.4 Mio. auf TarMed Leistungen. Vom gesamten TarMed-Umsatz
sind 62% tangiert. Die Verordnung würde zu erheblichen Einbussen von
CHF – 1‘193‘895 führen! Für das St. Claraspital wäre ein Taxpunktwert von CHF 1.30
kostendeckend. Mit dem Taxpunktwert von CHF 0.91 resultierte im 2012 bereits ein
Verlust von CHF 8.8 Mio. Die Umsetzung der Verordnung würde diesen Verlust auf 10
Mio. erhöhen.
Das Leistungsspektrum eines Zentrumspitals, wie es das Kantonsspital Baselland KSBL (KSBL) darstellt, bringt es mit sich, dass viele eher „techniklastige“ Leistungen, die von
der Verordnung betroffen sind, angeboten werden. Diese Leistungen werden, wann im-
mer möglich, ambulant erbracht, was ja auch patientengerecht ist. Das KSBL erzielte im
2013 einen ambulanten TARMED-Umsatz von rund 60 Mio. Franken. Durch die linearen
Kürzungen gemäss Verordnungsentwurf würden Einbussen im Ausmass von ca. 3.5
Mio. Franken resultieren.
Die Merlan Iselin Klinik erzielte im Jahr 2013 einen ambulanten Umsatz von rund CHF Merian Iselin 10.8 Mio. Davon betreffen CHF 7.6 Mio. TarMed-Leistungen.
Für die Merian Iselin Klinik wäre ein Taxpunktwert von CHF 1.39 kostendeckend. Mit
dem Taxpunktwert von CHF 0.91 resultierte im 2012 bereits ein Verlust von CHF 4.0
Mio. Die Umsetzung der Verordnung würde diesen Verlust auf 4.4 Mio. erhöhen.
Le Centre Patronal s’oppose dans une large mesure à l’intervention prévue dans Vaud cliniques Tarmed.
Il partage toutefois la volonté maintes fois exprimée et correcte d’une revalorisation
substantielle des prestations médicales intellectuelles des médecins détenteurs du titre
postgrade fédéral „médecine interne générale“, „pédiatrie“ ou „médecin praticien“ (y
compris chaque fois pour les détenteurs des deux titres).
Le changement prévu par l’ordonnance mise en consultation ne doit toutefois en aucun
cas conduire à une inégalité de traitement entre les prestataires de soins en cabinet et
les cliniques actifs dans le domaine ambulatoire. Cette inégalité de traitement est injusti-
fiable. La proposition du Département fédéral de l’intérieur (DFI) contrevient au principe
de politique tarifaire, soutenu par le Conseil fédéral, selon lequel les mêmes prestations
doivent être rémunérées de la même manière, indépendamment du lieu et de la struc-
ture où elles sont prodiguées.
Elle est d’autant plus choquante qu’elle s’accompagne d’une baisse arbitraire et linéaire
de 9% des points de prestations techniques. Ce procédé, qui contourne les partenaires
tarifaires, pénalise à nouveau les cliniques. Les coupes linéaires apportées par le DFI
au tarif des prestations techniques dans 14 chapitres de Tarmed ne semblent pas con-
formes aux règles économiques et aux principes de la loi sur l’assurance-maladie.
Die VNS/UPK beantragt, auf den Erlass der geplanten Verordnung zu verzichten. Mit VNS / Lukas