Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2013/146: Verordnung über die Anpassung von Tarifstrukturen in der Krankenversicherung · 84 Seiten
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Hinweise, Kritiken, Vorschläge, Anträge Verfasser Observations, critiques, suggestions, propositions Auteurs Osservazioni, critiche, suggerimenti, proposte Autori
würden. Wir sind an den jetzigen Tarif gebunden, der zur Folge hat, dass unsere Ein-
kommen am unteren Ende der Liste stehen.
Die Stärkung der persönlich erbrachten ärztlichen Leistung ist in Anbetracht ständig Grosse steigender Lebenshaltungskosten notwendig und angebracht. Dies „kostenneutral“ zu
tun, indem technische Leistungen abgewertet werden, birgt Schwierigkeiten. Der medi-
zinisch-technische Fortschritt ermöglicht zum Beispiel, dass zeitaufwändige Untersu-
chungen oder auch Behandlungen für den Patienten schonender oder auch in kürzerer
Zeit durchgeführt werden können. Die Kürzung der Entlohnung technischer Leistungen
würde also automatisch zu einem Investitionsstau in den Praxen und in der Folge zu ei-
ner Verschlechterung der Versorgung der Patienten führen.
Für mich als selbständigen, nur über die Grundversicherung abrechnenden, nicht-ope- Hostettler rativ tätigen Augenarzt bedeutete der vorgeschlagene Eingriff in den TARMED eine Um-
satzeinbusse von 4 bis 5%, was sich in einer Reduktion des Einkommens um gut 8%
niederschlagen würde.
(...) halte ich es für nötig darauf hinzuweisen, dass auch Spezialärztinnen intellektuelle
Leistungen erbringen, über deren Aufwertung ebenfalls nachgedacht werden sollte. In-
sofern könnte vielleicht eine Erhöhung der AL über alle Bereiche des TARMED mit einer
Reduktion der TL ebenfalls über alle Bereiche des TARMED zu einer gewünschten,
aber dennoch ausgewogenen Umverteilung der Umsätze führen.
(…) befürworte ich eine Aufwertung des Patientengesprächs gegenüber der techni- Kloter schen Leistung unbedingt. Ich plädiere in diesem Zusammenhang aber unbedingt für
eine differenzierte Ausarbeitung geeigneter Massnahmen.
Comme la plupart de ceux avec qui j’ai pu m’en entretenir, je souscris sur le fond à la Papaloïzos nécessité de revaloriser la médecine de premier recours, tout en étant sceptique tant
sur la définition même de la médecine de premier recours que sur le bien-fondé de pas-
ser obligatoirement par elle avant le spécialiste.
Je ne sais pas quels engagements vous avez pu prendre, mais je suis convaincu que
c’est une mauvaise route et que vous devriez oser en changer. Un changement de pa-
radigme beaucoup plus profond est nécessaire pour pourvoir des soins de qualité et en
maîtriser les coûts – ce qui n’a rien à voir avec la neutralité des coûts, concept éculé,
qui ne sert qu’à camoufler des intérêts bien gardés.
La révision en cours du Tarmed devrait amener une meilleure visibilité et plus de trans-
parence grâce à la simplification qui en constitue le coeur.
Es befremdet mich, dass der Bundesrat noch vor der geplanten Gesamtrevision des Reber Tarmed in den Tarmedtarif eingreifen will ohne die wirtschaftlichen Konsequenzen für
alle beteiligten Leistungserbringer, Patienten und Versicherer ausreichend abgewogen
zu haben. Der Tarifeingriff wird möglicherweise die Grundversorger selber nicht ausrei-
chend besser stellen, da sie mit einigen Tarifkorrekturen (z.B. im Röntgentarif) selber
wieder benachteiligt sein werden und zum anderen weil die Tarifänderungen selber
nicht das Grundprinzip des Tarmed, der Wirtschaftlichkeit und Zweckmässigkeit, wel-
ches im KVG festgelegt ist, respektiert. Ich ersuche deshalb den Bundesrat den geplan-
ten Tarifeingriff jetzt nicht vorzunehmen und sich dafür mit seiner ganzen Autorität für
eine schnell Umsetzung der Gesamtrevision des Tarmed einzusetzen.
Ich bin der Meinung, dass dieser voreilige Tarifeingriff des Bundesrates die Verhand- Rickenbacher lung über die TARMED-Revision torpediert, worauf das neue Kapitel für Hausärzte
wahrscheinlich nicht eingeführt werden kann. Es wäre sinnvoller, die den Hausärzten
versprochenen 200 Mio in die TARMED-Revision so einzubauen, dass es den Hausärz-
ten auch etwas für die Zukunft bringt. Die TARMED-Revision sollte vorangetrieben wer-
den und möglichst bald abgeschlossen werden. Die vorgeschlagene Gegenfinanzierung
des Bundesrates schadet auch den Hausärzten zum Beispiel beim Röntgen, worauf
sich netto in meiner Kasse nichts ändern wird, auch wenn der Grundgedanke der Stär-
kung des Gespräches mit dem Patienten richtig ist.
Mit grosser Freude nehme ich Ihr Vorschläge zur Kenntnis. Es ist zwar eine grosse Tar- Simonett medrevision am Laufen, wann diese jedoch zu einer Verbesserung der Grundversor-
gertarife führt, steht in den Sternen. Einige Leistungen der anderen Spezialärzte schei-
nen uns Grundversorgern deutlich zu hoch, man braucht sich nur das Durchschnittsein-
kommen gewisser Fachärzte anzuschauen. Durch Ihren Vorschlag kommt es zu einer
gewissen Angleichung, was mir sinnvoll und richtig und gerecht erscheint.