Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2014/12: Wirksamkeitsbericht 2012-2015 des Finanzausgleichs zwischen Bund und Kantonen · 269 Seiten
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Wirksamkeitsbericht des Finanzausgleichs zwischen Bund und Kantonen
Im Lastenausgleich stellt der Bund für den geografisch-topografischen und den soziodemo-
grafischen Lastenausgleich im Jahr 2014 Beiträge in der Höhe von je 363 Millionen bereit.
Diese wurden nach der Festlegung durch das Parlament im Jahr 2012 gemäss Artikel 9 Ab-
satz 2 FiLaG in den Folgejahren der Teuerung angepasst.
Nachstehend wird die Entwicklung von Ressourcen- und Lastenausgleich zwischen 2012
und 2014 näher analysiert. Um ein umfassendes Bild zu geben, werden stellenweise die
Veränderung seit 2008 dargestellt. Sämtliche Ausgleichszahlungen pro Kanton im Zeitraum
2008–2014 finden sich in Anhang 2.
2.1 Ressourcenausgleich
Tabellenverzeichnis_WIBE_2_D.xlsmDie Grundzüge des Ressourcenausgleichs sind in Anhang 1 erklärt. Tabelle 2.01 zeigt die Ent- Tab.2.01
wicklung der Dotation des Ressourcenausgleichs seit 2008.
Tabelle 2.01 Tabelle 2.01 Entwicklung der Dotation des Ressourcenausgleichs 2008 bis 2014Entwicklung der Dotation des Ressourcenausgleichs
in CHF, Wachstumsraten (WR) in %
Vertikale Dotation Horizontale Verhältnis (VRA) jährl. WR Dotation (HRA) jährl. WR Dotation Total HRA/VRA
2008 1'798'568'507 1'258'997'955 3'057'566'462 70.0%
2009 1'861'854'451 3.5% 1'315'026'989 4.5% 3'176'881'441 70.6%
2010 1'961'871'735 5.4% 1'406'129'703 6.9% 3'368'001'438 71.7%
2011 2'100'592'081 7.1% 1'532'643'174 9.0% 3'633'235'256
2012* 2'050'668'310 -2.4%
+ 81'200'000
2'131'868'310 1.5% 1'461'056'632 -4.7% 3'592'924'942 68.5%
2013 2'196'465'269 3.0% 1'500'218'846 2.7% 3'696'684'115 68.3%
2014 2'220'010'107 1.1% 1'507'952'065 0.5% 3'727'962'172 67.9%
Ø WR 2008-2014 3.6% 3.1% 3.4%
* Inkl. Erhöhung des VRA um 81.2 Mio. zur Kompensation der Abweichung von der Haushaltsneutralität beim
Übergang zur NFA
Mit Ausnahme des Jahres 2012 hat sich die Gesamtdotation des Ressourcenausgleichs ste-
tig erhöht. Der Rückgang im Jahr 2012 wurde durch die ausserordentliche Erhöhung des
Bundesbeitrages zur Kompensation der Haushaltsneutralität gedämpft. Das Wachstum
des HRA (das demjenigen des Ressourcenpotenzials der ressourcenstarken Kantone ent-
spricht) lag bis und mit 2011 immer über dem Wachstum des VRA (d.h. demjenigen des
Ressourcenpotenzials aller Kantone). Seit 2012 ist dies nicht mehr der Fall. Die Gründe sind in den zugrunde liegenden Bemessungsjahren zu suchen. Seit dem Referenzjahr 2012 fliessen
die wirtschaftlich schwächeren Bemessungsjahre 2008 bis 2010 in das Ressourcenpotenzial
ein. Es ist zu vermuten, dass die Krise überdurchschnittlich auf die ressourcenstarken Kantone wirkte, bzw. dass sie in der Hochkonjunktur von der Wirtschaftsentwicklung profitieren konn- ten (vgl. Kapitel 5.3.1).