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Vernehmlassung 2014/155: Revision im Bereich Strahlenschutz · 157 Seiten
Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 131Fedlex · Erläuternder Bericht
Bespielstabelle: Bisherige StSV Englisch E-StSV Deutsch E-StSV Französisch (BSS Euratom) (ICRP 103) Operative Grössen
Äquivalentdosis H dose equivalent Dosisäquivalent équivalent de dose Umgebungs-Äquivalent- ambient dose equiva- Umgebungs-Dosis- équivalent de dose amdosis H*(10) lent äquivalent biant
Schutzgrössen
Äquivalentdosis (HT) equivalent dose Äquivalentdosis dose équivalente
committed equivalent Organ-Folgedosis Dose équivalente endosis HT() gagée
2. Methode für die Ermittlung der Strahlendosis
Die Verwendung von Hp(0.07) als Äquivalentdosis für die Augenlinse basiert auf einer Empfehlung der KSR [30]. Hp(0.07) ist für die meisten der verwendeten Strahlungsarten eine geeignete Grösse zur Überwachung der Augenlinse. Das generelle Einführen einer weiteren operationellen Grösse Hp(3)
würde die Dosimetrie hier nur unnötig komplizierter gestalten. Falls in Zukunft spezielle, für Hp(3) kalibrierte, Augenlinsendosimeter verfügbar sein werden, soll diese Dosisgrösse ebenfalls verwendet werden dürfen. Eine Regelung dieser Dosisgrösse in der E-StSV ist aber zum jetzigen Zeitpunkt zu früh, da noch unklar ist, wie Hp(3) kalibriert werden soll.
Anhang 5: Dosisfaktoren bei Personen aus der Bevölkerung
Dieser Anhang entspricht Anhang 4 der bisherigen StSV. Die Werte für diesen Anhang stammen aus der Publikation ICRP 119 [29] und von Daten, welche auf der ICRP-Internetseite erhältlich sind [22]. Wie bisher enthält die Tabelle nur eine Auswahl von Nukliden und jeweils nur eine Absorptionsklasse. Es wurde eine Spalte ergänzt, welche Auskunft über die Absorptionsklasse gibt. Die Absorptionsklasse beschreibt, wie schnell ein inhalierter Stoff aus der Lunge ins Blut aufgenommen wird. Typ F: schnell, Typ M.: mittel, Typ S: langsam, Typ V: sofort (nur bei gewissen Gasen und Dämpfen).
Anhang 6: Dosisfaktoren für Wolken- und Bodenstrahlung
Die Dosisfaktoren für externe Bestrahlung aus Wolken und Bodenstrahlung entsprechen nicht mehr Stand von Wissenschaft und Technik und werden angepasst. Es wurden die Werte von Eckermann und Legget [31] genommen und für die Edelgase Kr und Xe diejenigen der Publikation ICRP 119 [29]. Für einige Radionuklide aus Anhang 7 der geltenden StSV fehlen jedoch in diesen Publikationen entsprechende Werte. Es ist geplant, diese im Verlauf von 2015 / 2016 berechnen zu lassen und den Anhang noch während der laufenden Revision der StSV entsprechend zu ergänzen.
Anhang 7: Immissionsgrenzwerte
Die Immissionsgrenzwerte für die Luft und für öffentlich zugängliche Gewässer wurden überprüft.
In der bisherigen Verordnung beruhten die Immissionsgrenzwerte für die Luft auf dem Richtwert CA. Dabei handelt es sich um eine Grösse, die für beruflich strahlenexponierte Personen vorgesehen ist und nicht für Personen aus der Bevölkerung, für die die Immissionsgrenzwerte gelten.
Die Berechnung der Immissionsgrenzwerte für öffentlich zugängliche Gewässer wiederum war auf der Grundlage der Freigrenzen der bisherigen StSV erfolgt. Diese Freigrenzen waren auf der Basis eines reinen Ingestions-Szenarios berechnet worden. Bei Immissionsgrenzwerten für Gewässer ist dies tatsächlich das am besten geeignete Szenario. Um eine Harmonisierung der Praxis zu erreichen und um den Warenfluss an den Grenzen zu erleichtern, wurden die Freigrenzen der bisherigen StSV nun durch Freigrenzen ersetzt, die in den Euratom BSS festgelegt sind. Diese neuen Freigrenzen wurden auf der Grundlage komplexer Szenarien errechnet, die verschiedene Expositionswege (Inhalation, Ingestion, externe Exposition usw.) einschliessen. Das Szenario einer reinen Ingestion wird jedoch nicht berücksichtigt, da sich die Freigabe im Allgemeinen nicht auf "nicht für den Konsum vorgesehene Substanzen"