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Vernehmlassung 2014/51: Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (StAR) · 71 Seiten

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Bekämpfung von Resistenzübertragungen sind weitere Massnahmen, die bereits umgesetzt worden sind.

2008 hat das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) den 18. November als European Antibiotic Awareness Day11 erklärt.

In der Schweiz wurde durch das nationale Forschungsprogramm (NFP) 49 im Schweiz Zeitraum 2001 − 2006 erstmals eine Lagedarstellung zur Antibiotikaresistenz in der Human- und der Veterinärmedizin sowie der Umwelt gemacht. Aus dem NFP 49 ist unter anderem das Schweizerische Zentrum für Antibiotikaresistenzen (Anresis.ch) hervorgegangen, das die Resistenzlage und den Antibiotikaverbrauch im Humanbereich punktuell erfasst. Daneben wurden weitere Aktivitäten gestartet, die das Problem der Antibiotikaresistenzen angehen. So wurde z.B. im Jahr 2006 die Überwachung der Antibiotikaresistenzen bei Nutztieren und der Antibiotikavertrieb im Veterinärbereich (ARCH-Vet)12 lanciert, das damalige Bundesamt für Veterinärwesen (BVET, heute BLV) erarbeitete 2012 eine amtsinterne Strategie gegen Antibiotikaresistenzen für den Veterinärbereich.

Trotz dieser positiven Anstrengungen bleiben Lücken und der Handlungsbedarf ist nach wie vor gross. Es fehlt eine übergreifende Gesamtstrategie, die die Wirksamkeit der Antibiotika zur Erhaltung der menschlichen und tierischen Gesundheit langfristig sichert. Die Situation weltweit zeigt, dass mit isolierten, nach Bereichen getrennten Massnahmen das Problem der Antibiotikaresistenzen nicht dauerhaft gelöst werden kann.

1.4 Strategie für die Schweiz

Im Juli 2013 beauftragten die Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Auftrag durch das WBF

und das EDI

Innern und des Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung die zuständigen Bundesämter für Gesundheit (BAG), Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), Landwirtschaft (BLW) und Umwelt (BAFU), eine Gesamtstrategie Antibiotikaresistenzen Schweiz zu erarbeiten. Sie legten dabei folgende Eckpunkte fest:

- Als übergeordnetes Ziel ist die Wirksamkeit der Antibiotika zur Erhaltung der Eckpunkte der Strategie

menschlichen und tierischen Gesundheit langfristig sicherzustellen.

- Die Strategie definiert in allen betroffenen Bereichen übergeordnete Ziele und

adäquate Massnahmen, um das Problem der Resistenzen in der Schweiz verfolgen und die Situation verbessern zu können.

- Die Verantwortlichkeiten für die Zielerreichung sowie die Umsetzung der

Massnahmen wird im Rahmen der Gesamtstrategie geregelt.

- Aufgrund der hohen Komplexität der verschiedenen betroffenen Bereiche

werden die wichtigsten Akteure und Anspruchsgruppen (Kantone, Fachgesellschaften, Expertengruppen, der Industrie, Branchen und Verbänden etc.) einbezogen.

- Die Auswirkungen des Antibiotikaeinsatzes auf die Umwelt (Wasser, Boden,

Biodiversität) und deren Rolle zur Weiterverbreitung von antibiotikaresistenten Bakterien sind zu untersuchen.

11 http://ecdc.europa.eu/de/eaad/Pages/Home.aspx

12 http://www.blv.admin.ch/dokumentation/04506/04518/index.html?lang=de