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Vernehmlassung 2015/28: Nationale Strategie zu Impfungen (NSI) · 50 Seiten

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Handlungsbereich 1e: Kommunikation mit und zwischen den Akteuren verstärken

Hintergrund

Die Impfempfehlungen sind komplex und werden auf Basis neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse

regelmässig angepasst. Für die Ärztinnen und Ärzte und Gesundheitsfachpersonen ist es bisweilen herausfordernd, ihre Kenntnisse immer auf dem neuesten Stand zu halten. Die wichtigsten offiziellen oder offiziell anerkannten Informationsquellen für Gesundheitsfachpersonen bezüglich der empfohlenen

Impfungen in der Schweiz sind das BAG-Bulletin und die Webseiten von BAG, Swissmedic und InfoVac.

Das neue Epidemiengesetz enthält eine ausdrückliche Informationspflicht der zuständigen kantonalen Behörden gegenüber Gesundheitsfachpersonen und Einrichtungen mit Verantwortung im Impfbereich (Art. 21 Abs. 1 Bst. a EpG und Art. 35 EpV). Auch Bund, Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie andere Gesundheitsfachpersonen haben eine Informationspflicht (Art. 20 EpG und Art. 32 bis 34 EpV).

Handlungsbedarf

Eine grundlegende Voraussetzung für die Zusammenarbeit und die Wahrnehmung der Rollen und

Aufgaben der verschiedenen beteiligten ärztlichen und nichtärztlichen Akteure ist eine auf die

verschiedenen Zielgruppen ausgerichtete und zeitgerechte Information. Bund und Kantone sind gehalten, die Umsetzung des Impfplans mit entsprechenden Hilfsmitteln und Argumentarien zu unterstützen.

Insgesamt ist auch unter Einbezug der entsprechenden Fachgesellschaften und Berufsverbänden darauf hinzuwirken, dass die Impfempfehlungen von allen verstanden und die Botschaften kohärent vermittelt werden.

Die dazu notwendigen Informationen müssen Bund und Kantone den Fachpersonen nicht nur leicht zugänglich machen, sondern auch aktiv vermitteln. Die auf den ärztlichen Sektor ausgerichteten

Informationsmittel wie das BAG-Bulletin oder InfoVac sind für den Einbezug von nichtärztlichen

Fachpersonen in die Impfpromotion und Impfberatung mit den dafür geeigneten Kommunikationsmitteln zu ergänzen.

Diese Aufgaben sind mit zentral aufbereiteten Informationen zu den Impfempfehlungen und den damit verbundenen Fragestellungen (FAQ) und die Anwendung von geeigneten Informatikhilfsmitteln zu

erleichtern.

Spezifische Ziele

Die Ärztinnen und Ärzte und übrigen Fachkräfte, die direkt oder indirekt mit Impfungen oder Impffragen zu tun haben, besitzen aktuelle Informationen zu den Impfungen. Sie wissen, wo und wie sie sich rasch,

einfach und zuverlässig informieren können.

Die Akteure kennen ihre Aufgaben und Zuständigkeiten im Rahmen der Umsetzung der Impfempfehlungen. Sie verstehen den Nutzen von Impfungen und erachten diese als sehr wichtig für die individuelle und öffentliche Gesundheit.

Interventionen

Das BAG, die Kantone, die ärztlichen Fachgesellschaften, die Universitäten, die Hochschulen und

Fachhochschulen, die Software-Hersteller und die Anbieter von eHealth-Lösungen analysieren die

Bedürfnisse der Akteure in ihrem Bereich der Impfinformationen und suchen nach Lösungen, um diese zu erfüllen.

Nationale Strategie zu Impfungen (NSI) – Entwurf vom 29.03.2016