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Vernehmlassung 2015/28: Nationale Strategie zu Impfungen (NSI) · 50 Seiten

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Die bereits in ihrem Beruf tätigen Gesundheitsfachpersonen müssen über entsprechende

Weiterbildungsangebote ihrer Fachgesellschaften und Berufsverbände erreicht werden.

Spezifische Ziele

Die Bildungseinrichtungen sensibilisieren Personen, die eine Ausbildung im Gesundheitswesen anstreben, bereits bei der Anmeldung für Impffragen und die möglichen Folgen des Nicht-Impfens.

Während der Berufausbildung wurden der Impfstatus der angehenden Gesundheitsfachpersonen erhoben und die gegebenenfalls notwendigen Nachimpfungen durchgeführt.

Alle Berufsausbildungen im Gesundheitsbereich vermitteln ausreichende evidenzbasierte Kenntnisse (Epidemiologie, Risiko-Nutzen-Abwägung) im Bereich Impfungen und öffentliche Gesundheit, damit die Gesundheitsfachpersonen Entscheidungen selbstständig treffen und die Fragen der Nutzniesser/innen adäquat beantworten können. Der Erwerb dieser Kenntnisse wird vor Abschluss der Ausbildung überprüft.

Interventionen

Die Aus- und Weiterbildung im Impfbereich wird für alle Kategorien von Gesundheitsberufen,

einschliesslich des Personals der Mütter- und Väterberatungen, der Hebammen und des Personals von Alters- und Pflegeheimen, verstärkt. Die Fachgesellschaften (Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachpersonen, Hebammen, medizinisches Hilfspersonal etc.) organisieren Weiterbildungen, die den Bedürfnissen ihrer Mitglieder entsprechen, insbesondere zur Kommunikation mit den Patientinnen und Patienten betreffend Impffragen. Auch in diesem Bereich wird die Interdisziplinarität gefördert, da sie die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Gesundheitsberufen erleichtert (vgl. Ziel 3.3 von «Gesundheit2020»).

Die Anbieter der Berufsbildung im Bereich der Gesundheit entwickeln neue Lehrmethoden und teilen ihre Lehrmittel. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Studiengängen (Ausbildungsgänge

Arzt/Ärztin und Pflegefachperson/Hebamme beispielsweise) wird erleichtert.

Alle Ausbildungsinstitutionen im Gesundheitsbereich bieten vor Abschluss der Ausbildung eine

Überprüfung des Impfstatus und Nachholimpfungen an.

Die Prüfungen der Grundausbildung des Gesundheitspersonals beinhalten genügend Fragen zu

Impfungen, um zu einem entsprechenden Wissenserwerb zu motivieren.

Die Universitäten fördern Karrieren in Infektiologie, Immunologie, Vakzinologie und öffentlicher Gesundheit, um den Fachkräftenachwuchs sicherzustellen.

Das BAG und die Fachgesellschaften regen bei allen Ärztinnen und Ärzten und weiteren interessierten Gesundheitsfachpersonen den Austausch von Wissen und praktischen Erfahrungen durch Werbung für die Website InfoVac an. Die Teilnahme an diesem Fachnetzwerk wird gefördert und erleichtert.

Umsetzungspartner

BAG, EDK, GDK, OdASanté und weitere Organisatione der Arbeitswelt, die Anbieter der Berufsbildung im Gesundheitsbereich, Fachgesellschaften, die ihren Mitgliedern im Rahmen der Weiterbildung eine Reihe von Kursen anbieten.

Finanzielle Auswirkungen

Die Kosten für die Fortbildung der Gesundheitsfachpersonen gehen zu Lasten der Kantone.

Nationale Strategie zu Impfungen (NSI) – Entwurf vom 29.03.2016