Vorlage

Vernehmlassung 2015/28: Nationale Strategie zu Impfungen (NSI) · 50 Seiten

Fedlex · Vorlage · Seite 40Fedlex · Vorlage

Handlungsbereich 3b: Erfahrungsaustausch zu erfolgreichen Lösungen zwischen den Kantonen organisieren und erleichtern

Hintergrund

Jeder Kanton fördert die Impfungen und den Zugang dazu auf eigene Weise. Die Ergebnisse für die

einzelnen Kantone zeigen, dass die Vorgehensweisen unterschiedlich erfolgreich sind. Es gibt keine Plattform für den Austausch von erprobten Lösungen zwischen den Kantonen. Einige Kantone, die ihr System der schulärztlichen Dienste reformieren möchten, organisieren heute beispielsweise einen

Austausch mit einem anderen Kanton ihrer Region, um die gemachten Erfahrungen zu nutzen.

Handlungsbedarf

Die von Behörden und Gesundheitsfachpersonen auf Bundes- und Kantonsebene gemachten Erfahrungen bei der Information der Öffentlichkeit zum Impfplan oder einzelnen Impfempfehlungen oder auch bei der Durchführung von Impfaktionen und -programmen sollen für andere Kantonen nutzbar gemacht werden. Es sind Strukturen und Prozesse einzurichten, welche den Erfahrungsaustausch unter den Kantonen und mit dem Bund erleichtern und aufrecht erhalten.

Spezifisches Ziel

Die Kantone profitieren von den erfolgreichen Lösungen anderer Kantone und von guten Beispielen von Schlüsseldokumenten.

Interventionen

Das BAG führt eine Umfrage durch, um mehr über die Bedürfnisse und Wünsche der Kantone in den Bereichen Information, Formen des Informationsaustausches oder Erleichterung des

Erfahrungsaustauschs über erfolgreiche Lösungen zu erfahren.

Wenn die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass das notwendig ist, organisiert das BAG eine Internet-Plattform, auf welcher die Kantone ihre Erfahrungen systematisch aufführen (d. h. entsprechend einer standardisierten Struktur).

Das BAG organisiert bei Bedarf Workshops oder Arbeitsgruppen, um die erprobten Methoden mittels eines Ideenaustauschs weiterzuentwickeln und umzusetzen. In diesem Zusammenhang wird die Internet-

Plattform genutzt. Es können Pilotprojekte erarbeitet, umgesetzt, evaluiert und in Form von Vorträgen und Publikationen dokumentiert werden. Wenn dies für notwendig erachtet wird, wird ein standardisiertes Übersichtsfomrular zur Beschreibung und Bewertung der Organisation und der Funktionsweise (Ziele,

beteiligtes Personal, Zuständigkeiten, Kosten usw.) der kantonalen Inpfaktivitäten erarbeitet.

Umsetzungspartner

BAG, kantonale Behörden, Universitätsinstitute (Umfrage).

Finanzielle Auswirkungen

Die Kosten für die Umfrage zur Bedarfsabklärung und für die Workshops gehen zu Lasten des BAG.

Nationale Strategie zu Impfungen (NSI) – Entwurf vom 29.03.2016