Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2015/28: Nationale Strategie zu Impfungen (NSI) · 53 Seiten

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Die Verbände iph und economiesuisse empfehlen, die Bedeutung von Forschung, Entwicklung und Marktzulassung von Impfstoffen für die Versorgungssicherheit bereits in der Einleitung zu erwähnen und im weiteren Verlauf der Strategie näher auf das Thema einzugehen (nach Möglichkeit in einem eigenen Handlungsfeld).

BE, JU, senesuisse und ZH schlagen vor, wesentliche Elemente und Ergebnisse aus den vier Studien, die das BAG im Rahmen der strategischen Planung durchgeführt hat, im Dokument kurz wiederzugeben. Ohne diese Kenntnisse sei es schwierig zu beurteilen, ob die vorgeschlagenen Handlungsbereiche den festgestellten Mängeln entsprechen.

BE und TI bezweifeln, dass die Impflücken bei einzelnen Personen auf fehlende Kenntnisse oder auf Probleme der Zugänglichkeit zurückzuführen sind und wünschen zumindest eine Quellenangabe für solche Behauptungen. TG fügt hinzu: «Probleme der Zugänglichkeit sind nicht gleichzusetzen mit einem vergessenen Impftermin oder der fehlenden Nachfrage der zu impfenden Person. Die Zugänglichkeit zur Impfung ist in der Schweiz für jedermann gegeben.» Gemäss JU sollen hingegen der zunehmende Individualismus in der Gesellschaft und ein gewisser Mangel an Sensibilität für Impfthemen als weitere Gründe für die Impflücken erwähnt werden.

5.3 Vision, Ziele und Grundsätze

Aus Sicht von BS, economiesuisse, iph, SGPG und VSAS sollen nicht nur die Bevölkerung und das Gesundheitspersonal im Zentrum der Vision stehen, sondern alle Akteure im Gesundheitswesen. Economiesuisse und iph schlagen vor, sowohl die Vision als auch die strategischen Ziele mit der Schaffung guter Rahmenbedingungen zur Versorgung mit bestehenden und neuen, innovativen Impfstoffen zu ergänzen. Das Thema Versorgungssicherheit sollte auch in den Zielen einer Impfstrategie mehr Platz finden.

GTMT und JU empfehlen das allgemeine Ziel der NSI von den konkreten Dokumenten (schweizerischer Impfplan, Empfehlungen und krankheitsspezifische Strategien) zu entkoppeln und allgemein zu formulieren.

Mit Bezug auf das strategische Ziel 1 betonen EKIF, SGSH, SGInf und SGP die Wichtigkeit des gemeinsamen Handelns aller Akteure und z. T. der internationalen Harmonisierung im Impfbereich (SGInf, SGP).

Beim strategischen Ziel 3 plädiert NIE dafür, das Attribut „ausgewogen“ (was nach seiner Ansicht nicht realistisch ist) durch „sachdienlich, klar und transparent“ zu ersetzen. Die alternative Formulierung von TI lautet „qualitätsvoll und auf wissenschaftlicher Evidenz beruhend“.

Bezüglich der Grundsätze der NSI präzisiert SGSH: Ob eine Impfung das Individuum und/oder das Kollektiv schützt, hängt unter anderem vom Übertragungsweg ab. Der erste Satz sei deshalb umzuformulieren.

Die Organisationen mfe, SGInf, und SGP vertreten die Ansicht, in einer zunehmend individualisierten Gesellschaft sollen die Menschen als Erstes vom persönlichen Nutzen der Impfung überzeugt werden, damit sie auch das Argument des kollektiven Interesses verstehen. Für KHM ist es ein geradezu „frommer Wunsch“, die Idee des kollektiven Schutzes in der heutigen Gesellschaft zum Durchbruch verhelfen zu wollen. Die Erfolgschancen eines solchen Vorhabens werden umso schwächer, als die freie, persönliche Entscheidung (d. h. kein Impfzwang) in der NSI einmal mehr zum Grundsatz erklärt wird. TG fügt hinzu: Je näher die Elimination einer Krankheit rückt, desto weiter gehen die Interessen (persönliche gegen