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Vernehmlassung 2015/55: Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten · 82 Seiten
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Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten Entwurf
Health Informatio System, WAHIS) der Office International des Epizooties (OIE) sowie ein Meldesystem innerhalb der EU (Animal Disease Notification System).
Ein wichtiges Element ist die Verordnung über die Kontrolle der Ein- und Durchfuhr von Tieren und Tierprodukten (EDAV-Kontrollverordnung).
Humanpathogene Organismen
Übertragbare Krankhei- Im Zusammenhang mit übertragbaren Krankheiten für den Menschen ten für den Menschen spricht das Epidemiegesetz von „durch Erreger verursachte Krankheiten,
die unmittelbar oder mittelbar auf den Menschen übertragen werden können“. Als Erreger gelten gemäss Art. 2 „Organismen (insbesondere Prionen, Viren, Rickettsien, Bakterien, Pilze, Protozoen und Helminthen) sowie genetisches Material, welche beim Menschen eine übertragbare Krankheit verursachen können“.
BAG Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat Berührungspunkte mit invasiven
gebietsfremden Arten. Es wird aktiv, sobald die Humanpathogenität oder Allergenität eines Organismus – gleich welcher Herkunft – vermutet oder bekannt ist.
Biologische Sicherheit Im Zusammenhang mit dem Umgang mit Organismen in geschlossenen
Systemen hat das BAG eine Vollzugsaufgabe (Überprüfung Risikobewertung, Bewilligungen etc.). Als rechtliche Grundlage dient dazu die Einschliessungsverordnung (ESV).
Übertragbare Krank- Punktuell arbeitet das BAG bei Monitoring und Bekämpfung von invasiven heiten gebietsfremden Arten mit, falls der Organismus einen potenziellen Vektor
für humanpathogene Erreger darstellt (Bsp. Tigermücke). Das Epidemiegesetz stellt dabei die gesetzliche Grundlage dar.
Labor Spiez Das Labor Spiez ist das schweizerische Fachinstitut für den Schutz vor
atomaren, biologischen und chemischen (ABC) Bedrohungen und Gefahren.
Das Labor Spiez leistet spezielle Labordienstleistungen im B-Bereich (Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten), erstellt Expertisen und Fachinformationen. Es bestehen Fact-Sheets zu Bakterien (z.B. Anthrax), Viren (z.B. Ebola), Toxine und chemischen Kampfstoffen.
Diagnostik Das Labor Spiez führt u.a. im Auftrag des BAG oder der Armee die Diag-
nostik für hochpathogene Krankheitserreger durch. Die Diagnostik im Bun-BABS desamt für Bevölkerungsschutz (BABS) kommt erst zum Einsatz, wenn
aufgrund der Gefährlichkeit des Organismus die Arbeiten in einem Sicherheitslabor Stufe 3 oder 4 durchgeführt werden müssen.
Das BABS verfügt zudem über epidemische Erkenntnisse, u.a. eine Stammsammlung von hochpathogenen Erregern. Die Risikobeurteilung eines Erregers erfolgt anhand der Krankheitsschwere und den bestehenden Behandlungsmöglichkeiten.
Das BABS führt zurzeit im Auftrag des BAG das Monitoring der Tigermücke durch. Zudem werden durch Zecken übertragbare Krankheiten erforscht.