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Vernehmlassung 2015/55: Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten · 82 Seiten
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Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten Entwurf
Biologische Vielfalt Die biologische Vielfalt umfasst die Arten (Artenvielfalt), die Vielfalt ihrer Gene
(genetische Vielfalt), die Vielfalt der Ökosysteme sowie die Wechselwirkungen innerhalb und zwischen diesen einzelnen Ebenen.
Ökosystemleistungen Bestandteile der Biodiversität erbringen selbst oder aufgrund von Wechselbe-
ziehungen Leistungen, ohne die menschliches Leben nicht denkbar wäre und die zum menschlichen Wohlergehen beitragen. Beispiele von Ökosystemleistungen sind die Versorgung mit Wasser, die Bildung von fruchtbarem Boden, die Bestäubung und die Schädlingskontrolle, die Erosionskontrolle, der Schutz vor Lawinen durch Wälder, die Erholung durch Nah- und Fernerholungsräume oder das Angebot an wertvollen Landschaften für die kommerzielle Nutzung im Tourismus. Ein Teil der Ökosystemleistungen wird als Landschaftsleistungen bezeichnet.
SchlussfolgerungDie vorliegende Strategie befasst sich mit invasiven gebietsfremden Arten,
entsprechend der obengenannten Definitionen.
Sie deckt ausschliesslich Arten ab, die durch menschliche Tätigkeit in die Schweiz gelangten bzw. gelangen können. In dieser Strategie sind somit einheimische Arten sowie Arten, die ohne Hilfe des Menschen aus ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet in die Schweiz eingewandert sind oder einwandern können, ausgenommen.
1.1.2 Überblick zu gebietsfremden Arten der Schweiz
Übersicht des BAFU zu Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat 2006 in seinem Bericht „Gebietsgebietsfremden Arten fremde Arten in der Schweiz“4 über 800 etablierte gebietsfremde Arten aufge-
listet und 107 identifizierte Problemarten in Datenblättern vorgestellt. Die Datenblätter liefern Informationen über Taxonomie, Beschreibung, Ökologie, Herkunft, Einführungswege, Verbreitung, Auswirkungen sowie über Ansätze zur Gegensteuerung.
Diese Publikation gibt einen ersten Überblick über gebietsfremde Arten und ihre Bedrohung für die biologische Vielfalt und die Wirtschaft in der Schweiz und stützt sich dabei auf Expertenwissen ab, welches auch die Grundlage für Listen von Arten mit einem gewissen Gefahren- und Schadenspotenzial darstellt.
1.1.3 Ursachen für das Auftreten gebietsfremder Arten
Einbringungswege
Internationaler Perso- Die intensive internationale Wirtschaftstätigkeit und die hohe Mobilität der nen- und Warenverkehr Menschen sind Grundvoraussetzung für die Verbreitung gebietsfremder Ar-
ten. Eine gebietsfremde Art kann beabsichtigt oder unbeabsichtigt durch verschiedene Waren- oder Personentransportwege eingebracht werden:
Die Art wird beabsichtigt eingeführt (z. B. Haus- oder Zootier) und ausgebracht (z. B. Zierpflanze).
4 http://www.bafu.admin.ch/publikationen/publikation/00028/index.html?lang=de