Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2015/55: Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten · 48 Seiten

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1.1.2 Überblick zu gebietsfremden Arten der Schweiz

Für InfoFlora, ProNatura, ProNaturaGR, Vogelwarte Sempach und WWF muss der Be-

richt von Wittenberg R. (Hrsg.) 2006 zuerst überarbeitet werden bevor er als Grundlage

benutzt werden kann. SCNAT und InfoFlora weisen darauf hin, dass in diesem Bericht

viele Arten fehlen. SCNAT, EAWAG und OW möchten, dass aquatische Arten mehr

erwähnt werden, SAM erachtet die Behandlung der Algen als ungenügend und CSCF

und Karch möchten auch invasive gebietsfremde Pathogene erwähnt sehen. AG

wünscht eine topographische Übersicht der Schweiz die auch aufzeigt, dass unter-

schiedliche Regionen unterschiedlich betroffen sind. Um auch zukünftige, bisher unbe-

kannte invasive gebietsfremde Arten berücksichtigen zu können, schlägt EFBS vor die

Organismen der EPPO Vorwarnliste näher zu überprüfen.

Für AI, BL und LU hat ein Verbot des Inverkehrbringens von invasiven Arten oberste 1.1.2 Einbringungswege Priorität, auch im Ausland. EAWAG und LU erachten die Gefahr durch die Einschleppung

und Verbreitung auf Wasserwegen als zu wenig angesprochen. BE, CSCF und Karch

weisen darauf hin, dass invasive Arten auch auf Tieren eingeschleppt werden können

und SCNAT sieht als weiterer Einbringungsweg der Transport der Arten als Samen auf

Kleidern oder Schuhen von Menschen. SVU und SVNF möchten den internationalen

Personen und Warenverkehr sowie das Entweichen der Arten aus Forschungsanstalten,

Labors und Privatsammlungen als weitere Einbringungswege ergänzt sehen.

SVU und SVNF möchten als zusätzlichen Punkt die «Urbanisierung» ansprechen mit Etablierung / Ausbrei-

tung

ihren neuen Lebensräumen und Umweltbedingungen. Für TI fehlt die Beurteilung der

geographischen Unterschiede sowie Unterschiede der Habitate und Taxonomie. Im Ab-

schnitt «Landnutzung» sieht GE die ergänzende Klammer (z.B. Wahl des Mähzeitpunkts)

als unpassend, SBV fehlt eine Erwähnung der Renaturalisierung der Gewässer und

EFBS möchte die Landnutzungsänderungen und Bodenstörungen berücksichtigt sehen.

SCNAT sieht die gesamte Aussage bezüglich der Landnutzung als irreführend an.

SCNAT und EFBS möchten das Thema Klimawandel mehr thematisiert sehen und

ProNaturaGR kritisiert, dass die unklare Verwendung des Begriffes «nicht-einheimische

Arten» zu Missverständnissen führen könnte.

1.1.4 Ablauf und Auswirkungen des Auftretens invasiver gebietsfremder Arten

ERFA möchten im Abschnitt «Schäden durch invasiven gebietsfremden Arten » ergän- Schäden zen, dass diese auch Krankheiten und Parasiten auf Nutztiere und Menschen übertragen

können und nicht nur auf einheimische Arten.

SVS möchte Abbildung 1.1 aufgrund seiner Wichtigkeit genauer im Text erläutert sehen. Invasionsdynamik SAM schlägt vor, dass am Ende der Kurve ein Fragezeichen angebracht wird, damit klar

ersichtlich ist, dass die Kurven nicht zwingend auf so hohem Niveau verharren müssen.

SCNAT und WVS argumentieren, die Graphik sei überholt und anpassungsbedürftig und

CSCF und Karch sehen es sogar als gefährlich an, solche allgemeinen Aussagen über

das Schadpotenzial zu machen.

EAWAG, ProNatura, ProNaturaGR, VD und WWF sehen es als wichtig an, dass ein Früh- Frühzeitige Erkennung

potenziell invasiver Arwarnsystem eingerichtet wird mit klaren Abläufen und Kompetenzzuteilungen, damit früh ten auf invasive gebietsfremde Arten reagiert werden kann. EAWAG befürwortet auch ein

Frühwarnsystem für den aquatischen Bereich. CABI empfindet den Text als irreführend

und möchte ihn in zwei Abschnitte geteilt sehen: einer für die Erkennung bekannter inva-

siver gebietsfremder Arten und ein zweiter für potenzielle invasive gebietsfremde Arten.

InfoFlora und VD argumentieren, dass der Text nur für Arten stimmt, die bereits als Prob-

lemarten anerkannt wurden und dass es wichtig ist, auch nicht-artspezifische Präventi-

onsmassnahmen zu treffen.

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