Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2015/55: Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten · 48 Seiten

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Ergebnisse pro Kapitel

Kapitel 1: Einleitung

65 Organisationen nehmen explizit Stellung zur inhaltlichen Vollständigkeit der einleitenden Kapitel der Strategie, davon 56 mehrheitlich oder vollständig positiv, für 9 Stellungnehmende (AG, BIOMASSE, INH, OW, Prométerre, SAM, SG, SH, SSV) fehlen jedoch wesentliche Inhalte. Gleichzeitig zur sehr positiven Beurteilung des Einleitungskapitels wurden zahlreiche Anmerkungen angebracht. Diese sind in den nachfolgenden Kapiteln dargestellt.

14% 21%

Die Kapitel sind inhaltlich vollständig

Die Kapitel sind

mehrheitlich vollständig

Es fehlen wesentliche Inhalte

65%

Abbildung 1: «Wie beurteilen Sie die inhaltliche Vollständigkeit der einleitenden Kapitel der Strategie?»

1.1 Ausgangslage

EKAH, GE, KVU, OW, NE, VD und ZH wünschen die Berücksichtigung der Tatsache, Menschliches Zutun dass gebietsfremde Arten auch ohne menschliches Zutun in die Schweiz gelangen können. Demgegenüber ist für ProNatura, ProNaturaGR und WWF wichtig, dass in der Definition für invasive gebietsfremde Arten nur Arten inbegriffen sind, die mit menschlicher Hilfe eingebracht wurden. ProNatura, ProNaturaGR, SVS und WWF schlagen eine alternative Definition vor.

CSCF und Karch weisen darauf hin, dass auch in der Schweiz Arten gleichzeitig in ge- Begriffsabgrenzung wissen Regionen heimisch und in anderen Regionen gebietsfremd sein können; zudem wünschen beide eine klar definierte zeitliche Grenze der Einfuhr oder Einschleppung. InfoFlora möchte ergänzen, dass die Arten sich auch außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes etablieren und vermehren können. Auch GE und VS wünschen eine zeitliche Limitierung zur Definition der gebietsfremden Arten, EKAH erachtet die aktuell genannte Limite nicht als objektiv begründbar. SCNAT und InfoFlora regen an, sich an der Definition der CBD zu orientieren, InfoFlora regt weiter an, die Definition der FrSV an der CBD anzupassen.

Die EKAH sieht den Artenbegriff als nicht gut abgegrenzt und würde den Begriff «Populationen» vorziehen. Für GE und VD ist unklar, ob auch Unterarten adressiert werden und a+ schlägt vor, den Begriff «Teilpopulationen» wegzulassen. Für ProNatura, ProNaturaGR und WWF sollten Arten, die ausschliesslich ein Gesundheitsrisiko für den Menschen darstellen, nicht im Rahmen dieser Strategie, sondern separat behandelt werden. EKAH gibt zu bedenken, dass der Begriff «Invasiv» negativ konnotiert ist und dass es aus ethischer Sicht problematisch ist, wenn der Text impliziert, dass man alle Arten nur aufgrund ihres Schadenpotenzials bekämpfen darf. Ausserdem müsse dieser Begriff, Schadenpotenzial, genauer definiert werden.