Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2015/55: Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten · 48 Seiten
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1.1.5 Schlussfolgerungen & Handlungsbedarf
Von den 66 Organisationen, die sich zum Handlungsbedarf im Zusammenhang mit invasiven gebietsfremden Arten äussern, hat keine Organisation den Eindruck, dass kein Handlungsbedarf bestehe. 45 Organisationen erachten den Handlungsbedarf als sehr gross, 17 als ziemlich gross, lediglich 4 Organisationen schätzen den Handlungsbedarf ziemlich klein ein (bauenschweiz, FSKB, SAM, SBV).
6%
26% sehr gross
ziemlich gross
ziemlich klein
nicht gegeben
68%
Abbildung 2: «Wie gross schätzen Sie den Handlungsbedarf im Zusammenhang mit invasiven gebietsfremden Arten ein?»
Zum Kapitel «Schlussfolgerungen & Handlungsbedarf» wurden nebst dieser generellen Einschätzung noch folgende Punkte vorgebracht:
Nach ZH und KVU sollten auch die unterschiedlichen Ausbreitungsmechanismen der Arten bei den ökologischen Eigenschaften berücksichtigt werden.
Für AG ist Monitoring die Grundlage für die Priorisierung und sollte so erwähnt werden. LU ist es wichtig, dass das dynamische Entscheidungsmodell auch Handlungsoptionen für Organismen bietet, bei denen Schadensverhütung nicht möglich ist. GR hält fest, dass ein Verhindern der Einfuhr oft die einzige erfolgreiche Strategie ist.
SVU und SVNF möchten noch mehr betont sehen, dass eine Priorisierung nach den Begebenheiten vor Ort essentiell ist. Für BE muss das dynamische Entscheidungsmodell bereits Bestandteil dieser Strategie sein um eine korrekte Beurteilung abzugeben. a+ und OW möchten erwähnt sehen, dass für die Umsetzung der bestehenden rechtlichen Grundlagen ein grosser Handlungs-, Finanz und Personalbedarf besteht.
AG möchte erwähnt sehen, dass einige Kantone bereits eine Neobiota Strategie besitzen. BL stellt die Frage wie denn die Koordination durch den Bund genau aussehen wird und EKAH äussert Zweifel an der aufgeführten moralischen Rechtfertigung für die Bekämpfung von invasiven Arten (v.a. Wirbeltiere).
1.2 Abstützung und Umfeld der Strategie
GL, KVU, OW, SH, SZ und ZH wünschen sich eine Loskoppelung der Strategie von der Strategie Biodiversität Schweiz (SBS) und der Strategie Anpassung an die Klimaänderung, da sie sich zu stark auf diese beiden abstützt.
a+ ist der Meinung, dass die FrSV einer Revision und eines Abgleichs mit der Schwarzen Liste bedarf. Aus Sicht des Kantonsforstamtes SH ist insbesondere die fehlende Bekämpfungspflicht in der FrSV (Art. 52) eine grosse Herausforderung die angegangen werden müsste. VSGP möchte wissen und vermerkt sehen, welche Institutionen und Organisationen miteinbezogen wurden für die Erarbeitung der Strategie.