Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2015/55: Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten · 48 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 11Fedlex · Ergebnisbericht

EAWAG macht darauf aufmerksam, dass die Listen internationaler Konsortien oft v.a. im

aquatischen Bereich unvollständig sind und das BAFU entsprechende Forschungspro-

jekte finanzieren sollte.

SCNAT, ERFA, NE, ProNatura, ProNaturaGR, SSV, SVS, SVU, SVNF, VD und WWF Schwarze Liste und

Watch Liste

wünschen, dass die Schwarze Liste und die Watch Liste besser gesetzlich verankert

werden und eine erhöhte Verbindlichkeit erhalten. GE, GR, KVU, GE, GR, TG und ZH

möchten mehr Transparenz bezüglich wie die Listen und Anhang 2 der FrSV zustande

kommen und in welchen Prozessen sie überarbeitet werden, GE möchte ausserdem

auch eine Erläuterung des rechtlichen Status der Listen.

ProNatura, ProNaturaGR, SVS und WWF sehen es als wichtig an, dass die Listen regel-

mässig überprüft und angepasst werden und SCNAT, SVU und SVNF möchten An-

hang 2 der FrSV mit den Arten auf dieser Liste ergänzt sehen. ERFA, GE, SSV, SVU,

SVNF und VSSG möchten wissen was das Ergebnis der Überprüfung für eine Fauna

Liste war.

SCNAT kritisiert bei Abbildung 1.2 die fehlenden Zeiteinheiten, ohne welche sie wenig Längerfristige Entwickaussagekräftig sei. lung von Invasionen

ProNatura, ProNaturaGR, SVS und WWF weisen darauf hin, dass der Begriff «invasiv» Abschätzung des invasi-

ven Potenzials

nicht einheitlich geklärt ist und unterschiedlich gehandhabt wird. Auch den Begriff «nicht-

einheimisch» sehen sie als ambivalent an und argumentieren, dass es nicht klar sei ob

er sich auf durch Menschen eingeführte oder natürlich eingewanderte Arten bezieht. TG

will den Text dahingehend ergänzen, dass er auch auf einheimische Arten Anwendung

findet.

SCNAT möchte als weiteren extrinsischen Faktor die Bodenstörung durch Bautätigkeit

hinzufügen, GR die unterschiedlichen Ausbreitungsmechanismen und -wege. Agroscope

und INH möchten die Europäische Union als wichtigsten Partner genannt sehen und SFV

und WVS weisen darauf hin, dass oft die einzige erfolgreiche Strategie die Verhinderung

der Einfuhr von Arten ist und dies mehr Erwähnung finden sollte.

Für SVS, CSCF und Karch muss das Schadenpotenzial genauer definiert werden und es Schadenpotenzial soll erläutert werden, wie dieses gemessen wird. EKAH wünscht eine Klärung des Scha-

densbegriffs. BE erachtet die Priorisierung des Schadenpotenzials als wichtig.

Für AI, GR, KOLAS, OW, ZG ist frühes Handeln elementar um Kosten zu sparen, dies Erwartete Entwicklung sollte noch mehr betont werden in der Strategie. WVS plädiert für ein gesamthaftes Über- der Kosten

arbeiten des Kapitels da die Beispiele nicht relevant bzw. realistisch sind und Aussagen

über Kostenträger fehlen. Bezüglich Abbildung 1.3 deutet ERFA darauf hin, dass Ein-

dämmung und Tilgung nicht immer in dieser Reihenfolge ablaufen und WVS zweifelt

daran, dass eine Eindämmung möglich ist die danach ohne Massnahmen stabil bleibt.

ERFA stellt die Frage was denn passiert falls «zu spät» reagiert wird, man also oberhalb

der gestrichelten Linie ist.