Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2015/55: Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten · 48 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 18Fedlex · Ergebnisbericht

17% Richtige strategische Ziele

35%

Teilweise richtige

strategische Ziele

Teilweise falsche

strategische Ziele

Mehrheitlich falsche

strategische Ziele

48%

Abbildung 3: «Setzt das Zielsystem aus Ihrer Sicht die richtigen strategischen Ziele?»

Obwohl das Zielsystem weitgehend Unterstützung erhält, sind doch zahlreiche Rückmeldungen zum gesamten System oder zu einzelnen Zielsetzungen eingegangen. Diese sind nachfolgend dargestellt.

2.1 Allgemeines

Die Kantone AG, AR, BE, NW und VD wünschen, dass das geltende Recht zur Präven- Nationale Rechtsgrund-

lagen

tion von invasiven und potenziell invasiven gebietsfremden Arten möglichst konsequent umgesetzt und wo notwendig angepasst wird. Für JardinSuisse ist die geltende Rechtsordnung nicht wortgetreu umsetzbar, da die Freisetzungsverordnung Artikel 4, Absatz 1b für Praktiker nicht vollziehbar sei. SVNF und SVU wünschen sich, dass alle in Ziel 1 identifizierten invasiven gebietsfremden Arten in einem Rechtstext erfasst werden, da sonst keine Prävention möglich sei.

2.2 Zielsystem

Mehrere Kantone (AI, BL, GL, LU, SG, SH, SO, SZ, UR) und KBNL sehen die aktiven Bekämpfungsziele im Vordergrund und weisen darauf hin, dass nicht zu viel Zeit mit der Erarbeitung von Grundlagen verloren werden soll, insbesondere da bereits viel vorhanden sei. In eine ähnliche Richtung argumentieren Prométerre und SBV, denen das Hervorheben der Notwendigkeit zum sofortigen Angehen der Bekämpfungsmassnahmen bei einigen Arten fehlt. Für CSCF, Karch und VD wird die Möglichkeit zur Tilgung und damit zur Bekämpfung überschätzt, sie würden eher einen Fokus auf das verhindern der Inverkehrbringung und die Eindämmung sehen. Diesem Fokus schliessen sich auch Agroscope und INH an.

GL, KVU, OW, SZ, und ZH sehen auch die Beeinträchtigung von Wohlbefinden und Erholung als wesentliches Argument für die weitere Zielerfassung. CABI und WVS fehlt die Erwähnung von Prävention, die nicht nur die Verhinderung der Ausbreitung bereits bekannter invasiven gebietsfremden Arten sondern auch die Verhinderung der Ansiedlung von neuen, unbekannten invasiven gebietsfremden Arten bedeutet. TG begrüsst das Zielsystem, fürchtet jedoch, dass es an der Umsetzung scheitern wird. Für BE geht das Zielsystem von einem nicht realistischen, idealisierten Umfeld mit genügend Ressourcen und vollkommener politischer Akzeptanz aus. FSKB möchte, dass Überlegungen der Wirtschaftlichkeit und Verhältnismässigkeit verstärkt berücksichtigt werden. WVS erachtet es als wichtig an, dass auch die Auswirkung auf die Forst- und Landwirtschaft explizit genannt werden.

Drei Kantone (AG, GR, OW), ERFA, VSSG, SSV, SVNF und SVU wünschen sich die Neue Zielvorschläge Anpassung von Rechtsgrundlagen als eigenständiges Ziel. Auch für VD braucht es