Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2015/75: Anpassung des Berechnungsmodells für den kalkulatorischen Zinssatz gemäss Art. 13 Abs. 3 Bst. b der StromVV (WACC) · 10 Seiten

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Tabelle 1: Aktuelle Definition der Kapitalkostenparameter

Parameter Anwendung

Risikoloser Zinssatz für den Durchschnittsrendite des vergangenen Jahres von Schweizer

Eigenkapitalkostensatz Bundesobligationen mit einer Restlaufzeit von 10 Jahren (ZeroBond-Rendite) mit definierten Grenzwerten. Der Mindestwert beträgt dabei 2.5%.

Marktrisikoprämie Bildung des aktuellen einfachen Mittelwerts zwischen geometrischem und (langfristige Rendite des Akti- arithmetischem Mittel auf jährlicher Basis mit definierten Grenzwerten.

enmarktes abzüglich langfris-

tiger risikoloser Zinssatz)

Beta Verwendung des aktuellen Mittelwerts der Peer Group (monthly Beta, 3y) auf jährlicher Basis mit definierten Grenzwerten.

Risikoloser Zinssatz für den Durchschnittsrendite des vergangenen Jahres von Schweizer

Fremdkapitalkostensatz Bundesobligationen mit einer Restlaufzeit von 5 Jahren (Zero- Bond-Rendite) mit definierten Grenzwerten. Der Mindestwert beträgt dabei 2.0%.

Bonitätszuschlag für den Je nach Zinsumfeld aktueller Jahresdurchschnitt oder Mittelwert der Boni-Fremdkapitalkostensatz inkl. tätsspreads von AA- und A-Anleihen über die letzten fünf Jahre, jeweils Emissions- und zuzüglich 50bps Emissions- und Beschaffungskosten, mit definierten Beschaffungskosten Grenzwerten.

Kapitalstruktur Einmalige Ermittlung über Peer Group. Es erfolgen keine jährlichen Reviews

Ein Konzept mit fixierten, nachhaltigen Parametern und definierten Grenzwerten erfüllt die an den Kapitalkostensatz gestellten Anforderungen am besten. Bei der Ausgestaltung des Konzepts wurde erstens darauf geachtet, dass der Eigenkapitalkostensatz eine hohe Stabilität aufweist. Damit wird der langfristig orientierten Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber gerecht. Das Konzept trägt zudem dem Risiko im Zusammenhang mit langfristigen Investitionen in die Netzinfrastruktur Rechnung. Zweitens wird die Aktualität bei der Bestimmung des Fremdkapitalkostensatzes hoch gewichtet. Damit wird eine zeitnahe Vergütung der effektiven liquiditätswirksamen Zinskosten der Stromnetzbetreiber sichergestellt (diese fallen im Gegensatz zu den Eigenkapitalkosten effektiv als Geldabflüsse an). Beide Grundsätze führen im Zusammenspiel dazu, dass die Investitionssicherheit für die Stromnetzbetreiber gewährleistet werden kann.

Im bestehenden Kapitalkostenkonzept sind für die meisten Kapitalkostenparameter Grenzwerte definiert. Erst bei einer Über- oder Unterschreitung der Grenzwerte über zwei Jahre in Folge wird eine Anpassung der massgeblichen Parameter beim Eigenkapitalkostensatz respektive bei einmaliger Über- oder Unterschreitung beim Fremdkapitalkostensatz vorgenommen. Die Kapitalstruktur (40% Eigenkapital; 60% Fremdkapital), der Steuersatz sowie die Emissions- und Beschaffungskosten sind fix exogen vorgegeben. Dieses Konzept garantiert eine Nachhaltigkeit des WACC und trägt trotzdem den aktuellen Geldflüssen auf der Fremdkapitalseite Rechnung.