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Vernehmlassung 2017/83: Etappe 2 des Sachplans geologische Tiefenlager · 43 Seiten
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1.3 Tätigkeiten in Etappe 2
1.3.1 Untersuchung der geologischen Standortgebiete und Konkretisierung der Lagerprojekte
Ergänzende erdwissenschaftliche Untersuchungen und Zwischenhalt-Fachsitzungen
Die Einengung der geologischen Standortgebiete im Rahmen der Etappe 2 basierte auf provisorischen Sicherheitsanalysen und einem sicherheitstechnischen Vergleich. Dazu musste zuerst der Kenntnisstand über die geologischen Verhältnisse in den Standortgebieten auf ein entsprechendes Niveau gebracht werden.
Die Nagra legte im Bericht NTB 10-01 die Notwendigkeit und Zweckmässigkeit ergänzender geologischer Untersuchungen dar. Das ENSI beurteilte diesen Bericht und erhob gestützt darauf 41 Forderungen zur Erhöhung des Kenntnisstandes (Stellungnahme ENSI 33/115 vom März 2011). Die Standortkantone und die KNS verlangten zusätzlich 2D-seismische Untersuchungen, welche die Nagra in den geologischen Standortgebieten Jura Ost, Jura-Südfuss, Nördlich Lägern und Südranden durchführte. Das ENSI führte dann in den Jahren 2013 und 2014 sogenannte «Zwischenhalt-Fachsitzungen» mit Fachpersonen des Bundes, der Standortkantone und aus Deutschland durch, an denen die Erfüllung der 41 Forderungen und der neu erreichte geologische Kenntnisstand diskutiert wurden.
Am 22. August 2014 stellte das ENSI in einem Schreiben an das BFE fest, dass der geologische Kenntnisstand ausreiche, damit die Nagra die sicherheitstechnischen Unterlagen für die Etappe 2 des Auswahlverfahrens fertigstellen und ihren Vorschlag für mindestens zwei Standortgebiete pro Lagertyp bei den Behörden einreichen könne. Die Nagra habe die 41 Forderungen aus der Stellungnahme ENSI 33/115 vollständig und detailliert behandelt.
Gründung und Arbeitsaufnahme der Regionalkonferenzen
Im Rahmen der regionalen Partizipation haben die betroffenen Standortregionen im Sachplanverfahren die Möglichkeit, ihre Forderungen, Anliegen, Fragen, Bedürfnisse und Interessen aus regionaler Sicht in das Verfahren einzubringen. Zu diesem Zweck wurden Ende Etappe 1 / Anfang Etappe 2 in allen Standortregionen sogenannte Regionalkonferenzen bzw. in der Standortregion Wellenberg die Plattform Wellenberg gegründet. Sie umfassen teilweise über 100 Personen und setzen sich zusammen aus Behördenmitgliedern, organisierten Interessensgruppen und Personen aus der Bevölkerung. Die vorbereitende Arbeit zuhanden der Vollversammlungen leisten dabei jeweils die drei Fachgruppen SÖW,2 Sicherheit und Oberflächenanlage. Die Mitglieder der Regionalkonferenzen besuchen Ausbildungsmodule, setzen sich mit dem Verfahren auseinander, können Fachpersonen beiziehen und verabschieden Stellungnahmen.
Konkretisieren der Lagerprojekte: Platzierung der Oberflächenanlagen
Eine der zentralen Fragen, mit denen sich die Regionalkonferenzen in Etappe 2 intensiv auseinandergesetzt haben, war die Evaluation von Standortarealen für eine Oberflächenanlage. Als ersten Schritt zur Beantwortung dieser Frage veröffentlichte das BFE im Januar 2012 insgesamt zwanzig
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2 Fachgruppen zur Begleitung der SÖW, des Monitoring und der Massnahmen zur Entwicklung der Standortregion