Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2020/66: Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 · 52 Seiten

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Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030: Ergebnisbericht der Vernehmlassung

– Die Art der Förderung zur Entkoppelung bedürfe einer differenzierten Betrachtung (economiesuisse).

– Entkoppelung sei illusorisch, solange Wohlstand mit ökonomischem Wachstum gleichgesetzt wird (GPS), es sei unklar, wie Entkoppelung stattfinden solle (MGB) bzw. sie funktioniere in der Landwirtschaft nicht (SBV-USP). Swissuniversites ist überrascht, dass Entkoppelung als Ziel genannt wird, da wissenschaftlich erwiesen sei, dass Entkoppelung nicht reiche.11

 Für VD ist das Kapitel unzureichend, da die gegenwärtigen Probleme mit dem aktuellen

Wirtschaftssystem zusammenhängen. Ausserdem sei die Aussage bezüglich Belastungsgrenze der Ökosysteme wissenschaftlich falsch. Auch für edu21 braucht es nachhaltigere Wirtschaftssysteme.

 Für einige wird der Fokus zu einseitig auf die Ökologie gesetzt und soziale Aspekte (AWS,

BLSUI, SDSN) sollten aufgenommen werden wie

– Reduktion von Ungleichheiten (SPS)

– Ausbeutung und die Ungleichheiten in Produktionsländer (AWS)

 Für verschiedene soll der Wohlstandsbegriff überdenkt werden. Kritisiert werden u. a. fol-

gende Punkte: Wohlstand sei nicht mit ökonomischem Wachstum gleichzusetzen (GPS), Wohlstand sei nicht mit materiellen Werten gleichzusetzen, sondern z. B. mit decent work zu erweitern (AWS, ffupee). Weiter sei Wohlstand im Sinne von hoher Lebensqualität und subjektivem Wohlbefinden sowie intakter Ökosysteme zu betrachten und Wirtschaftswachstum als ein allfällig notwendiges, jedoch nicht unabdingbares Mittel zu dieser Zielerreichung zu sehen (Unibe), ausserdem solle der Wohlstandsbegriff mit Faktoren zur Lebensqualität abgebildet werden (Mercator, ferner VSEAES).

 Allgemein fehle die Frage nach gerechter Verteilung des Wohlstands über alle Bevölke-

rungsschichten (OW).

 Die Ziele 8.2, 8.4 und 12.4 sollten mit konkreten Zielgrössen für 2030 erweitert werden (Uni-

be). Allgemein wird kritisiert, dass quantifizierbare Ziele fehlen (Agrarallianz, Swisscleantech), bzw. die Ziele zu vage seien (BE, PA2030, SEXG, VKMB).

 Verschiedene kritische Voten fallen zu natürlichen Ressourcen: Die Übernutzung sei zu de-

finieren (Agrarallianz, SUITS), der Umstand sei zu beachten, dass Ressourcen nicht per se regenerierbar sind (Economiesuisse, IGEB) und dass Ressourcenkreisläufe prinzipiell geschlossen werden müssen (BIOV).

b) Ziele

 12.2a (Übernutzung natürlicher Ressourcen)

11 «La cible repose sur le postulat que l’on peut découpler la croissance de « l’activité économique et ses effets néfastes pour l’environnement et la société ». Or la recherche récente montre qu’une réduction absolue et rapide de la consommation de ressources et des émissions de gaz à effet de serre ne peut pas être obtenue par la seule stratégie du découplage. Nous nous étonnons que la SDD 2030 se base sur le seul découplage qui est une notion vivement critiquée par la recherche scientifique.»