Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2020/66: Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 · 52 Seiten
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Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030: Ergebnisbericht der Vernehmlassung
NAT, SfKs, WWF) und die Reduktion des Fleischkonsums müsse explizit erwähnt werden (ETH-Rat).
2.4 (ökologische Landwirtschaft)
– Verschiedene Kantone äussern sich kritisch: FR weist darauf hin, dass dieses Ziel ambitioniert ist, ZG spricht sich gegen eine erzwungene Extensivierung aus, gemäss OW kann dieses Ziel nicht erreicht werden (auch SBV-USP), für ZH soll der Anteil dieser Betriebe wachsen (ohne quantifizierbares Ziel), SH fordert hingegen die Definierung der Massnahmen. TG begrüsst das Ziel, Rahmenbedingungen müssten aber auch auf der Nachfrageseite stimmen (auch Agrarallianz).
– Angeregt wird, dass die tierfreundliche Produktion miteinbezogen und ergänzt (Agrarallianz, SUITS) bzw. um sozialverträgliche und gesundheitsfördernde Leistungsnachweise erweitert wird (PHCH, ABGS). Allgemein sei das Ziel zu wenig ambitiös (Agrarallianz, BLSUI, collabhel, PRONAT, SDSN, SfKs, WWF) bzw. nicht nachvollziehbar (BIOCH).
– Das Ziel wird aber auch begrüsst (AWS, CHBLFV), economiesuisse hingegen fordert die Streichung des Ziels, da nicht auf wissenschaftsbasierten Nachhaltigkeitsindikatoren beruhend.
Weitere Ziele
– Neue Ziele sollen gemäss BS die Ernährungssicherheit betreffen. Gefordert werden auch Ziele zu Deklarationspflichten, private Initiativen sowie faire Verteilung der Margen (SBV-USP, LBV), Erhaltung der Landwirtschaftsflächen sowie Förderung landwirtschaftlichen Familienbetriebe (SDG 2.3) (AG) sowie diverse weitere von Unibe, ABSG, AS, CHBLFV, CSU, FAOP, Mercator, PA2030, PSR, SAVE, SKEK.
c) Stossrichtungen
Nachhaltige Ernährung
– Diverse Ergänzungsanträge werden zu den Rahmenbedingungen gestellt (BLSUI, collabhel, GPCH, PRONAT, SDSN, SES, SfKs, ferner BS)13.
– Gefordert wird, dass die Umsetzung nicht zu einer rein pflanzenbasierten Ernährung führe (AI, SAB) oder aber, sie solle den Aspekt der tierwohlorientierten Ernährung (Agrarallianz, SUITS) und allgemein ökonomische und soziale Aspekte besser berücksichtigen (VSGP).
Lebensmittelabfälle reduzieren
13 «Wir schlagen zwei Ergänzungen des letzten Satzes vor, weil Sensibilisierung und Information nachweislich nur Bedingung, aber kaum alleiniger Auslöser für nachhaltigen Konsum ist (vgl. vorherige Fragen). Auch steuerliche oder rechtliche Mittel sollten geprüft werden, um Produktion und Verzehr ungesunder, unökologischer und nicht sozial produzierter Lebensmittel weniger attraktiv zu machen: «Hierzu unterstützt er unter anderem Informations- und Sensibilisierungsarbeiten und setzt Anreize für eine nachhaltige Lebensmittelwahl (z.B. Senkung von Konsum und Produktion von Zucker).» Dort wo Bund, Kantone und Gemeinden Einfluss auf das Speise-Angebot haben (Mitarbeiter*innen und der Nutzer*innen ihrer Institutionen (Kinderkrippen, Hort, Schule etc.), kann und muss die öffentliche Hand Vorgaben zu Einkauf und Angebot machen, die sich an den Zielen der SNE orientieren.»