Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2020/66: Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 · 52 Seiten
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Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030: Ergebnisbericht der Vernehmlassung
Kapitelübergreifend wird gewünscht, die Strategie solle:
Zielkonflikte und Querbezüge sowie den Umgang damit expliziter machen (BE, VD, NKNF,
PA2030, AWS); wobei kontrovers ist, ob die wirtschaftlichen Aspekte hier eine bedeutende Rolle spielen sollen (so z. B. economiesuisse, swissmem) oder zu stark gewichtet wurden (u. a. BS, SPS, PRONAT). Gefordert wird auch, das Thema breiter zu fassen («Ressourcen oder natürliche Lebensgrundlagen» SO).
Klarer zeigen, wo im Vergleich zu den aktuellen Strategien und Rechtsgrundlagen noch
Handlungsbedarf besteht (SSV).16
Freizeitaktivitäten neben den Bereichen Ernährung, Wohnen und Mobilität ebenfalls erwäh-
nen (BE, FR, SG, SO, TG, IPCCS).
Die Bedeutung der Innovation, insbesondere im Bereich Energie stärker hervorheben
(ETH-Rat), ebenso im Bereich der Forschung, z. B. für agrarökologische Konzepte (SDSN) sowie der Bildung (edu21, SARE).
Auch den ökologischen Fussabdruck im Ausland (z. B. durch Importe oder die Auswirkun-
gen des Finanzplatzes) konsequent einbeziehen (VD, CaritasCH, AS, AWS, OEKU, SES, SPS, SUIJUS).
4.2.1 Treibhausgasemissionen reduzieren und klimabedingte Auswirkungen bewältigen
a) Generelles
Fast alle, die sich explizit äussern, fordern zusätzliche bzw. weitergehende Stossrichtungen, die unten aufgeführt sind. Es wird auch vermerkt, das Thema sei gemeinsam mit dem Energiekapitel zu betrachten (AI, FORAUS).
Ablehnend-kritisch sind wenige Stellungnahmen:
Die Ernährungssicherheit sei gegenüber den Klimazielen stärker zu gewichten (SBV-
USP17, OW, CHBLFV); umgekehrt wird auch für einen stärkeren Einbezug der Landwirtschaft und ihrer Emissionen plädiert (u. a. Agrarallianz, SES).
Die Schweiz stehe pro Kopf bereits gut da, die Migration bzw. Bevölkerungszunahme wer-
de ausgeblendet (SVP).
16 «Es ist im Sinne der Verständlichkeit und Transparenz bei den einzelnen inhaltlichen Schwerpunkten explizit und nachvollziehbar darzulegen, welches die wichtigsten Legiferierungen der Sektorpolitik sind, welche Strategien, Konzepte und Massnahmenpläne bestehen (vgl. S. 4: «baut auf bestehenden Strategien und Massnahmen auf») und welche Defizite, Zielkonflikte und Schnittstellen und welcher Handlungsbedarf im Bezug auf die entsprechenden Ziele (Goals) und Unterziele (Targets) der Agenda 2030 bestehen (S. 4: «diese in einer Nachhaltigkeitsperspektive weiterzuentwickeln»)».
17 «Der Fokus muss deshalb auf der Verringerung der vermeidbaren Emissionen liegen, die die Ernährungssicherheit nicht schwächen (SBV). u.a. Antrag: Die strategische Stossrichtung berücksichtigt die Zielkonflikte und Verlagerungseffekte der Klimaschutzmassnahmen und reduziert diese soweit wie möglich. Ergänzung: «die nicht-energiebedingten Treibhausgasemissionen, sofern sie nicht der Nahrungsmittelversorgung dienen, ebenfalls rasch absinken…».