Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2020/71: Ausführungsbestimmungen zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (Weiterentwicklung der IV) · 139 Seiten

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489 Trisomie 21 (Down-Syndrom) 489 Trisomie 21 (Down-Syn- Die Ziffer wird unverändert übernommen.

drom)

XX. Weitere Gebrechen

490 Angeborene HIV-Infektion 490 Folgen von angeborenen In- Diese Ziffer beinhaltet neu die Folgen von angeborenen Infektionskrankheiten

fektionskrankheiten wie HIV, (die vorher unter Ziffer 493 subsumiert waren). HIV-Infektion sind weiterhin unter Lues congenita, Toxoplasmose, dieser Ziffer beinhaltet.

Zytomegalie, kongenitaler viraler

Hepatitisinklusive zugehörige

Embryo- und Fetopathien

491 Tumoren des Neugeborenen Diese Ziffer ist obsolet, da die Tumoren unter den spezifischen respektive Or-

gankapiteln aufgeführt werden.

492 Doppelmissbildungen (wie Si- 492 Doppelfehlbildungen (Sia- Die Terminologie wurde aktualisiert.

amesische Zwillinge, Epignathus) mesische Zwillinge)

493 Folgen von Embryo- und Foe- 493 Folgen von Embryo- und Diese GG-Ziffer beinhaltet nur noch die durch Noxen bedingten Embryo- und Fetopathien (für kongenitale Oligo- Fetopathien durch Noxen wie Al- topathien. Die Folgen von Infektionskrankheiten werden neu separat unter der phrenien gilt Ziff. 403) sowie ange- kohol oder Medikamente Ziffer 490 aufgeführt.

borene Infektionskrankheiten (wie

Lues congenita, Toxoplasmose,

Tuberkulose, Listeriose, Zytome-

galie)

494 Neugeborene mit einem Ge- 494 Neugeborene mit einem Ge- Die bisherige Ausgestaltung von Ziffer 494 ist seit der Inkraftsetzung des IVG im burtsgewicht unter 2000 g bis zur stationsalter bei Geburt unter 28 Jahr 1960 unverändert. Aus heutiger medizinischer Sicht ist festzustellen, dass Erreichung eines Gewichtes von 0/7 Schwangerschaftswochen das Unterschreiten einer Gewichtslimite als solches keine Krankheit darstellt. Zu-3000 g bis am Tag des ersten Spitalaus- mal alle schweren Komplikationen im Zusammenhang mit einer Frühgeburt

tritts nach Hause ebenfalls als Geburtsgebrechen anerkannt sind (z.B. Cerebralparese unter Ziffer 395/390; Retinopatie unter Ziffer 420 etc.), stellte sich die Frage, ob die Ziffer 494 nicht ersatzlos gestrichen werden soll. Die Begleitgruppe hat sich praktisch einstimmig (9 von 10 Meinungen) für das Streichen dieser Ziffer erklärt. Die FMH-Fachgesellschaft für Neonatologie hat, aufgrund finanzieller Auswirkungen