Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2022/83: Änderung des Bundesgesetzes über die Schweizerischen Bundesbahnen (SBBG): Nachhaltige Finanzierung der SBB · 6 Seiten

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Mehrere Teilnehmende äussern sich gegen die Anpassung von Art. 20 VE-SBBG (FDP, SP, SVP, SGB, economiesuisse, SEV, ASTAG, Cargo Forum Schweiz, VAP). Einige Teilnehmende wären grundsätzlich für eine Änderung der Regelung zu den Finanzierungsinstrumenten, aber lehnen die vorgeschlagene Lösung ab (FDP, SVP, economiesuisse, ASTAG, Cargo Forum Schweiz, VAP). Eine Deckelung der Tresorerieschulden sei richtig (economiesuisse, ASTAG). Die Anhebung der Verschuldungsgrenze auf Gesetzesrang wurde begrüsst, sei aber Ausdruck eignerpolitischer Versäumnisse des Bundes (economiesuisse). Die Finanzierung via Voranschlag sei problematisch, weil der Kapitalbedarf der SBB betriebswirtschaftlich und nicht politisch definiert werden sollte (economiesuisse). Einige sind der Meinung, dass Tresoreriedarlehen nicht mehr möglich sein sollten, weil die SBB über eine Staatsgarantie verfügt (FDP, SVP, Cargo Forum Schweiz, VAP). Im Minimum müsste die vorgesehene Obergrenze merklich reduziert werden (Cargo Forum Schweiz, VAP). Für kommerzielle Investitionen sollte die SBB die Finanzierung am Kapitalmarkt suchen (insb. Anlageimmobilien, aber auch Rollmaterial im Fernverkehr; SVP, economiesuisse, ASTAG). Für andere Teilnehmende würde durch die Genehmigung von Darlehen durch das Parlament für die SBB ein Verlust an langfristiger Planbarkeit entstehen, womit auch die Konstanz des Bahnausbaus Schaden nähme (SP, SGB, SEV). Die vorgeschlagene Massnahme würde die langfristigen Ziele der Stärkung des öffentlichen Verkehrs, welche sich der Bund selbst gesetzt hat, unterminieren (wie Klimastrategie, Sachplan Verkehr, Perspektive Bahn 2050; SGB, SEV). Die Gesamtvorlage sei klima-, umwelt- und verkehrspolitisch kontraproduktiv (economiesuisse).

3.2 Rückmeldungen zum Art. 26b VE-SBBG (Übergangsbestimmung für den einmaligen Kapi-

talzuschuss)

Der neue Art. 26b VE-SBBG wurde von der grossen Mehrheit der Teilnehmenden begrüsst (AG, AI, AR, BE, BL, BS, FR, GE, GL, GR, JU, LU, NE, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, TI, UR, VD, VS, ZG, ZH, KöV, Die Mitte, SP, Travail.Suisse, SGB, SEV, VöV, SBB, SAB, AG Berggebiet, Bauernverband [solange keine Kürzung im Agrarbudget], LITRA, OUESTRail, Pro Bahn Schweiz, transfair, WWF, VCS).

Mehrere Teilnehmende haben Bedingungen für die Annahme ausgedrückt. Es sollen keine Kürzungen zulasten des BIF oder anderer Transportunternehmen resultieren (VöV). Die Ausgaben des Bundes für den übrigen öffentlichen Verkehr (Bau und Betrieb) dürfe nicht gekürzt werden (KöV, AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, OW, SH, SO, TG, UR, ZG). Der Bund als Eigner müsse sicherstellen, dass die SBB trotz Bundesunterstützung Produktivitätssteigerungen realisiert und die im Regionalverkehr versprochenen Einsparungen einhält (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, JU, SG, SH, SO, TG). Die SBB sei weiterhin zu ergebnisverbessernden Massnahmen zu verpflichten (JU, ZG). Um eine Ungleichbehandlung der übrigen Transportunternehmen zu verhindern, seien bei Bedarf auch die Covid-Verluste im regionalen Personenverkehr (RPV) kompensiert werden und zwar mittels einer Aufstockung des RPV-Verpflichtungskredits 2022-2025 (KöV, SH, UR).

Mehrere Teilnehmende lehnen den einmaligen Kapitalzuschuss ab (FDP, SVP, SGV, economiesuisse, Cargo Forum Schweiz, ASTAG, Infra Suisse, SBV, VAP). Der Kapitalzuschuss sei nicht notwendig: In der Vergangenheit habe die SBB Gewinne erwirtschaftet und verfüge faktisch über eine Staatsgarantie (FDP, economiesuisse, Cargo Forum Schweiz, ASTAG, VAP). Das Eigenkapital der SBB von 9 Milliarden und ihre Kapitalreserven von rund 3,7 Milliarden seien ausreichend (FDP, economiesuisse, SGV, ASTAG, Infra Suisse, SBV). Der Kapitalzuschuss sei zumindest massgeblich zu reduzieren (FDP).

3.3 Rückmeldungen zum Art. 19 Abs. 2 und 2bis VE-SVAG (Reserven im BIF, LSVA, Ausgleich Deckungsbeitrag)

Die grosse Mehrheit unterstützt die Änderung von Art. 19 SVAG (AI, AR, BE, BL, BS, GE, GR, SO, SZ, TG, TI, VS, Die Mitte, Travail.Suisse, VöV, SBB, LITRA, OUESTRail, Pro Bahn Schweiz, RhB, transfair, WWF, VCS). Gemäss verschiedenen Meinungen stehe diese Änderung in keinem direkten Zusammenhang mit der in der Vorlage dargestellten Reduktion des Deckungsbeitrags zur Entlastung der SBB und könne unabhängig davon umgesetzt werden (BE, BL, BS, GR, SO, TG).

Mehrere Teilnehmende haben Bedingungen geäussert (AG, FR, GL, JU, NW, OW, SG, SH, VS, ZG, ZH, OUESTRail, Pro Bahn Schweiz). Der Bundesrat müsse die planungsmässige Umsetzung der vom Parlament beschlossenen Ausbauschritte garantieren (OUESTRail) und sicherstellen, dass es auch künftig nicht zu Verzögerungen in der Umsetzung der Ausbauschritte aufgrund der Liquidität des BIF komme (AG, GL, JU, SG, SH, VS, ZG, ZH, Pro Bahn Schweiz). Die Mittel für den Ausbau und den Betrieb der