Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2023/41: Erläuternder Bericht zur Vernehmlassung zur Finanzierung des Betriebs und Substanzerhalts der Bahninfrastruktur, der Systemaufgaben in diesem Bereich und zu Investitionsbeiträgen an private Güterverkehrsanlagen in den Jahren 2025–2028 · 67 Seiten

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Niederspannung und Telekom 5,6 3,3 3,0

Publikumsanlagen 9,8 5,8 2,7

Fahrzeuge für Instandhaltung 2,3 1,4 3,0

Betriebsmittel 1,1 0,6 3,0

Total 169,9 100,0 2,7

2022 betrug der Wiederbeschaffungswert des ganzen schweizerischen Eisenbahnnetzes rund 169,9 Milliarden Franken und der durchschnittliche Zustand wurde mit rund 2,7 bewertet. Somit kann der Zustand des ganzen Netzes weiterhin und grösstenteils als ausreichend bis gut bewertet werden. Der Wiederbeschaffungswert ist seit 2018 um 24,3 Milliarden Franken gestiegen. Diese Zunahme ist vor allem auf die Inbetriebnahme von grösseren Bauwerken, aber auch auf kleinere Änderungen im 2021 sowie die zusätzliche Aufnahme von Anlagetypen im 2022 zurückzuführen. Der durchschnittliche Zustand des Netzes ist über die Jahre 2014–2022 relativ stabil geblieben.

Tabelle 3

Wiederbeschaffungswert und Zustandsentwicklung 2018–2022 (in Mrd. Fr.)

Wiederbeschaffungswert und Zustands- 2018 2019 2020 20212022

entwicklung 2018–2022

Wiederbeschaffungswert 145,6 146,8 149,3 157,2 169,9 in Mrd. Fr.*

Ø Zustand gemäss 2,7 2,7 2,7 2,7 2,7 RTE 29900

* Mit den im vorherigen Absatz erwähnten Anpassungen ist die Entwicklung des Wiederbeschaffungswerts über die Periode 2018 bis 2022 wenig aussagekräftig. Die Werte werden im Hinblick auf die Botschaft noch überprüft, um die Entwicklung einzuordnen.

Der durchschnittliche Zustand sämtlicher Infrastrukturanlagen sollte gemäss RTE 29900 bei ca. 2,5 liegen. Mit dieser Bewertung kann langfristig ein guter Anlagezustand unter optimalen wirtschaftlichen Bedingungen gewährleistet werden. Dieser Zustand wird im RTE auch als Ziel-Zustand definiert. Damit er erreicht und gehalten werden kann, müssen entsprechend der Lebenserwartung und den Wiederbeschaffungskosten auch die erforderlichen finanziellen Mittel (Bedarf gemäss RTE 29900) investiert werden. Die aktuelle Zustandsbewertung von 2,7 bedeutet zwar eine Stabilisierung gegenüber der letzten Botschaft (2,7), zeigt aber, dass weiter investiert werden muss, um den langfristigen Ziel-Zustand von 2,5 zu erreichen.

Wie vor vier Jahren verdienen weiterhin drei Anlagengattungen besondere Aufmerksamkeit: die Kunstbauten wegen der Altersstruktur der Anlagen auf den Bergstrecken, die Fahrbahn wegen der Steigerung des Verkehrsvolumens und dem damit einhergehenden stärkeren Verschleiss sowie die Publikumsanlagen wegen der Sicherheitsmassnahmen, der Umsetzung des BehiG und den Erfordernissen des Verkehrs.