Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2023/43: Neue Bundesstatistikverordnung · 49 Seiten
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Steckbrief – Befragung / Statistik
Befragung: Schweizerische
Arbeitskräfteerhebung (SAKE)
Beschreibung Die Befragung: Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE) ist eine
Personenbefragung bei der ständigen Wohnbevölkerung, die seit 1991 jedes Jahr durchgeführt wird. Ihr Hauptziel ist die Erfassung der Erwerbsstruktur und des
Erwerbsverhaltens der ständigen Wohnbevölkerung. Die strikte Anwendung
internationaler Definitionen in der SAKE ermöglicht Vergleiche mit den übrigen OECD-Ländern sowie den Staaten der Europäischen Union. Seit 2010 erfolgt die SAKE
vierteljährlich.
Veröffentlichte Ergebnisse:
Arbeitsmarktstatus, Erwerbsstatus, Erwerbsbeteiligung, Arbeitszeit, Beruf gemäss CH-ISCO, Stellung im Beruf, Wirtschaftsabschnitten gemäss NOGA, Arbeitsbedingungen, Ausbildungsniveau, Erwerbslosigkeit, Unterbeschäftigung, unbezahlte Arbeit, usw.
Gekreuzt mit Geschlecht, Altersgruppen, Nationalität und Familientyp, teilweise
Grossregionen
Methodik Verwendete Methodik:
Stichprobenbefragung bei Personen, deren Adressen nach dem Zufallsprinzip aus dem Stichprobenregister des BFS entnommen werden. Dieses Register enthält die Daten der amtlichen Personenregister, namentlich der kommunalen und kantonalen Einwohnerregister.
Die SAKE wird in folgendem Stichprobenumfang durchgeführt:
– bis 2001: rund 16 000 Interviews
– von 2002 bis 2009: rund 35 000 Interviews
– von 2010 bis 2017: rund 105 000 Interviews
– seit 2018: rund 100 000 Interviews
Seit 2003 wird die SAKE-Stichprobe durch eine Stichprobe mit ausländischen Personen ergänzt (15 000 Interviews bis 2009, 21 000 von 2010 bis 2017 und 20 000 seit 2018). Bis zum 1. Quartal 2014 diente als Datengrundlage für diese Stichprobe ausschliesslich das zentrale Informationssystem für Migration (ZEMIS). Seit dem 2. Quartal 2014 wird auch das Stichprobenregister des BFS verwendet. Insgesamt werden heute jährlich 120 000 Interviews durchgeführt. Die Teilnehmenden werden innerhalb von anderthalb Jahren viermal befragt (Ausnahme: Personen ab 75 Jahren werden lediglich einmal befragt). Von 1991 bis 2020 war die SAKE eine telefonische Erhebung. Seit 2021 ist sie eine Mixed-Mode-Befragung (per Internet/per Telefon), wobei die Internet Erhebung bevorzugt wird.
Verwendete Variablen:
- Erwerbstätigkeit (momentane oder frühere)
- Gründe für die Nichterwerbstätigkeit (Ruhestand, Ausbildung usw.)
- erlernter und ausgeübter Beruf
- Arbeitsort und Arbeitsvolumen
- Arbeitsbedingungen: Arbeitszeitregelung, Nachtarbeit, Wochenendarbeit
- Wirtschaftsbranche
- Erwerbseinkommen
- Stellensuche (Erwerbslosigkeit, Unterbeschäftigung)
- berufliche und räumliche Mobilität
- Aus- und Weiterbildung
- Unbezahlte Arbeit: Familien- und Hausarbeit, ehrenamtliche Tätigkeiten, Unterstützung von Verwandten usw.
- Migration
- soziale Sicherheit
Erhebungsdatum:
1991–2009: 2. Quartal; seit 2010: kontinuierlich
Befragung: Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE)