Vernehmlassungsvorlagen und erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2023/9: Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2025–2028 (BFI-Botschaft 25–28) · 214 Seiten
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Wettbewerbsvorteil bei der Gewinnung von Anteilen an der rasant wachsenden Weltraumwirtschaft und generieren dadurch Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze.
Durch die Miniaturisierung und die günstigeren Startkosten für Satelliten sind die Eintrittshürden in Weltraumaktivitäten in den letzten Jahren weiter gesunken und es bieten sich immer mehr Möglichkeiten, den Weltraum zu nutzen. Die bereits grosse Dynamik wird durch diverse weitere globale Trends verstärkt, unter anderem um:
- globale Umweltbeobachtungsdaten zur Charakterisierung des Klimawandels zu
gewinnen;
- schnelle und zuverlässige Reaktion auf Krisen sicherzustellen und Fragen rund
um die Sicherheit und Resilienz von Weltrauminfrastrukturen zu lösen;
- leistungsfähigere globale Datennetzwerke zu schaffen, die vor Cyberrisken ge-
schützt sind;
- Weltraum- und Erdwissenschaften zu fördern, die sich mit den Bedingungen und
der Identifizierung von Leben auf der Erde und anderen Himmelskörpern befassen;
- auf den Mond zurückzukehren, um dort eine langfristige Präsenz zu etablieren;
- der Faszination Rechnung zu tragen, die von Weltraumaktivitäten ausgehen, um
damit dem Interesse des Nachwuchses zu begegnen und so einen positiven Beitrag zur MINT-Förderung zu leisten.
Die Schweiz ist seit über 60 Jahren in der Raumfahrt aktiv. Sie ist Gründungsmitglied der Europäischen Weltraumorganisation ESA und eine hochspezialisierte Nischenplayerin mit global teils einzigartigen Fähigkeiten. Dank der über 250 Unternehmen und Hochschulstätten, die im Weltraumbereich aktiv sind, fliegt heute praktisch kein europäischer Satellit und keine europäische Trägerrakete ohne einen Beitrag aus der Schweiz. «Made in Switzerland» wird international als Qualitätsmerkmal gesehen und die Schweizer Wissenschaftsgemeinschaft ist global anerkannt. Über 60 Schweizer Instrumente und Experimente fliegen derzeit im Weltraum oder sind in Vorbereitung. Zu den bedeutendsten Resultaten der BFI-Periode 2021–2024 gehören unter anderem:
- Die Auswertung der wissenschaftlichen Daten von CHEOPS, der ersten ESA-
Mission unter wissenschaftlicher Leitung der Schweiz, verbessert unser Verständnis von Exoplaneten und sichert den Verbleib unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in diesem Bereich an der Weltspitze.
- Der Start des James Webb Space Teleskops, an das die Schweiz diverse wissen-
schaftliche und technologische Beiträge geleistet hat und das dank einer europäischen Ariane-5-Rakete in den Weltraum gebracht wurde.
- Die Jungfernflüge der neuen europäischen Ariane-6- und Vega-C-Raketen, die
dank einzigartiger Schweizer Technologie ermöglicht wurden und einen wichtigen Beitrag leisten zum unabhängigen Zugang Europas zum Weltraum.
- Das neu geschaffene, am Paul Scherrer Institut angesiedelte European Space
Deep-Tech Innovation Center (ESDI), welches als Kompetenzzentrum gemeinsam von der ESA und dem ETH-Bereich betrieben wird und zum Ziel hat, den