Vernehmlassungsvorlagen und erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2023/9: Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2025–2028 (BFI-Botschaft 25–28) · 214 Seiten

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Bisher wurden über 300 Firmen an den Standorten des Innovationsparks angesiedelt, wovon rund 100 aus dem Ausland in die Schweiz kamen. Dank dieser Ansiedlungen sind rund 2’700 neue Arbeitsplätze entstanden.

Thematisch ist der SIP breit aufgestellt: Die Aktivitäten der sechs Standortträger und 10 Standorte reichen von Life Sciences, Energie, Industrie 4.0., Enabling Technologies und Materialwissenschaften bis zu klimaneutraler Mobilität und Digitalisierung. Durch die Entwicklung innovativer Technologien und Lösungen trägt der SIP zur Bewältigung den grossen globalen Herausforderungen bei, insbesondere zu den Zielen der digitalen Transformation und der Nachhaltigkeit (vgl. Ziff. 1.3.3 zum Thema Digitalisierung).

Prüfungen und Zielerreichung

Die Eidgenössische Finanzkontrolle EFK hat 2022 beim Schweizerischen Innovationspark SIP exemplarisch anhand von drei ausgewählten Standortträgern des SIP eine Prüfung durchgeführt.158 Im Ergebnis stellt sie dem SIP ein insgesamt gutes Zeugnis hinsichtlich Umsetzung und Zielerreichung aus. Die EFK verweist auch auf mögliche Risiken, denen Beachtung zu schenken ist. So bleibt das Ziel einer vollständigen Selbstfinanzierung eine Herausforderung und es besteht Optimierungspotenzial bei der Vermarktung des Innovationsparks. Diesen Herausforderungen werden die angesprochenen Akteure im Rahmen der Weiterentwicklung des Innovationsparks angemessen Rechnung tragen.

Die EFK macht dem SBFI eine Reihe von Empfehlungen. Unter anderem empfiehlt sie, in Zusammenarbeit mit der Stiftung «Switzerland Innovation» zu prüfen, wie der Zielkonflikt, innovationsfreundliche Interessenten schnell mit frei gehaltenen Platzangeboten zur Ansiedlung zu gewinnen aber die Standorte möglichst eigenwirtschaftlich zu betreiben, beseitigt werden kann. Ausserdem empfiehlt sie, die Rolle des Bundes beim SIP zu schärfen.

Die Empfehlungen der EFK werden (in Zusammenarbeit mit der Stiftung «Switzerland Innovation» und den Standortträgern) umgesetzt und entsprechende Abklärungen in die Wege geleitet. Der Bund wird in Bezug auf den SIP weiterhin eine subsidiäre Rolle wahrnehmen. Die Massnahmen dafür werden jedoch optimiert, insbesondere durch eine bessere Abstimmung mit den Tätigkeiten der verschiedenen Akteure für die Promotions- und Akquisetätigkeiten im In- und Ausland (vgl. Ziff. 2.9) sowie durch Anpassungen beim Bürgschaftsinstrument (siehe nachfolgend Abschnitt Bürgschaftsinstrument).

Ebenfalls 2022 erfolgte eine Fremdevaluation des SIP durch die Jury Qualitätssicherung (ein vom Stiftungsratsausschuss eingesetztes Gremium von Fachpersonen zur Evaluierung des SIP entlang der Qualitätskriterien der VDK). Alle Standortträger und Standorte wurden evaluiert. Die Jury stellte fest, dass im Vergleich zur Evaluation vor vier Jahren eine grosse Entwicklung sichtbar ist: Überall wurden neue Initiativen gestartet und es wird eine optimale Infrastruktur offeriert (oder teilweise noch gebaut). Auch die Dynamik der Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft wurde weiter verstärkt und der SIP ist ein wesentlicher Treiber für den Auf- und Ausbau von

158 Abrufbar unter: www.efk.admin.ch > Publikationen > Bildung und Forschung > Bericht «Prüfung der kritischen Erfolgsfaktoren bei selektierten Standorten des Schweizerischen Innovationsparks»