Vernehmlassungsvorlagen und erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2023/9: Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2025–2028 (BFI-Botschaft 25–28) · 214 Seiten

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Effektiver und effizienter Einsatz der Mittel

Bei der Führung des Bundeshaushalts sind Bundesrat und Verwaltung gemäss Artikel 12 Absatz 4 des Finanzhaushaltgesetzes vom 7. Oktober 200552 verpflichtet, für einen wirksamen und wirtschaftlichen Einsatz der Mittel zu sorgen. Die Mittelzuteilung für sämtliche BFI-Förderbereiche richtet sich entsprechend nach den Kriterien Effektivität und Effizienz. Im Fokus stehen dabei die Nutzung von Synergien, die Aufgabenteilung in besonders kostenintensiven Bereichen, ein angemessenes Verhältnis zwischen Administrativkosten und Gesamtaufwendungen sowie die Flexibilität von Förderinstrumenten.

Internationale Vernetzung

Die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation stellt die Bedürfnisse unseres Landes ins Zentrum. Die Schweiz nutzt dabei die Synergien der Zusammenarbeit zwischen nationalen Akteuren und komplementär dazu vielfältige Instrumente der internationalen Zusammenarbeit. Deshalb wird in der vorliegenden Botschaft neu das transversale Thema «Nationale und internationale Zusammenarbeit» gesetzt (vgl. Ziff. 1.3.3). Die Erarbeitung von Lösungen für globale Probleme, die Stärkung von Exzellenz durch den Austausch mit den weltweit Besten, aber auch das Fehlen der kritischen Masse im Inland erfordern mehr denn je einen transnationalen Fokus. Aufrechtzuerhalten sind auch Möglichkeiten für die internationale Mobilität von Lernenden, Studierenden, Bildungsverantwortlichen und des wissenschaftlichen Personals. Im Vordergrund stehen einerseits europäische Kooperationen im Kontext von in aller Regel multilateralen Partnerschaften. Anderseits liegt der Fokus auf bilateralen Gefässen vorab mit traditionell bildungs- und forschungsstarken oder aber aufstrebenden Ländern und Regionen. Für die Weiterentwicklung der allgemeinen Rahmenbedingungen spielen unter anderem multilaterale Organisationen wie die OECD, die UNESCO, die ILO oder die WIPO eine wichtige Rolle.

Flexibilität im dynamischen Umfeld

Das BFI-System ist gefordert, die Chancen und Risiken von dynamischen Entwicklungen zu erkennen und proaktiv damit umzugehen. Dazu gehören Megatrends (Ziff. 1.3.2) wie auch steigende Anforderungen der Arbeitswelt (z.B. zunehmende berufliche Mobilität und Flexibilität). Der Bund setzt sich für die ständige Weiterentwicklung und für ein zukunftsfähiges BFI-System ein, welches seinerseits eine nachhaltige Entwicklung vorantreibt. Gleichzeitig soll die Resilienz – d.h. die Fähigkeit, mit Störungen umgehen zu können53– in Bezug auf disruptive Entwicklungen gestärkt werden.

1.3.2 Herausforderungen und Ziele

Herausforderungen

Das BFI-System muss aktuelle und künftige Herausforderungen antizipieren, vorausschauend adressieren und rasch auf Entwicklungen in Technologie, Gesellschaft,

52 SR 611.0

53 Vgl. Definition in der bundesrätlichen Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 (Bundesrat 2021 unter: www.eda.admin.ch/agenda2030 > Strategie und Berichterstattung > Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030).