Vernehmlassungsvorlagen und erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2023/9: Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2025–2028 (BFI-Botschaft 25–28) · 214 Seiten
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Recht und Umwelt reagieren. Nachfolgend werden die wichtigsten Herausforderungen für die Förderperiode 2025–2028 aufgezeigt.
Globale Herausforderungen adressieren
Zu den globalen Herausforderungen zählen einerseits Megatrends wie Klimawandel, Energie- und Ressourcenknappheit, Migration und Gesundheitsfragen (z.B. Covid-19-Pandemie), andererseits gezielt zu fördernde Transformationen wie die Digitalisierung, nachhaltige Entwicklung oder die Umsetzung von Chancengerechtigkeit. Dabei nimmt die Komplexität der Herausforderungen in einer globalisierten und international vernetzten Welt markant zu.
Ein flexibles und innovatives BFI-System kann globale Entwicklungen antizipieren und rasch reagieren. Veränderungen in der Arbeitswelt und Gesellschaft bedingen nicht nur neue fachliche Kompetenzen wie beispielsweise in der Informations- und Kommunikationstechnologie. Sie erfordern auch soziale Kompetenzen (interkulturelle Kompetenzen, Sprachen, Teamarbeit) sowie Lern- und Adaptionsfähigkeit. Mit der arbeitsmarktbezogenen Berufsbildung und der forschungsbasierten Lehre werden Fach- und Führungskräfte für Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung ausgebildet, die substanzielle Beiträge zur Bewältigung dieser Herausforderungen leisten können. Internationale Zusammenarbeit und die Wahrung der Attraktivität für Fach- und Führungskräfte sowie Forschende fördern Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz.
Das Potenzial der Menschen in der Schweiz fördern und weiterentwickeln und die Eigenverantwortung für die Teilhabe am lebenslangen Lernen begünstigen
Bildung, Wissen und Kreativität zählen zu den wichtigsten Ressourcen für persönliche Entwicklung und beruflichen Erfolg jedes Einzelnen und sind gleichzeitig auch für die Schweizer Volkswirtschaft wichtig. Dank eines gut abgestimmten Bildungssystems stehen Bildungsangebote für unterschiedliche Talente und Neigungen sowohl im Bereich der Berufsbildung wie auch der Allgemeinbildung und Hochschulen zur Verfügung. Durch klar abgegrenzte Profile bei gleichzeitig hoher Durchlässigkeit sollen die einzelnen Bereiche ihre Stärken behalten und sich gegenseitig ergänzen. Damit alle am lebenslangen Lernen partizipieren und Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt antizipieren können, werden Rahmenbedingungen wie namentlich die Durchlässigkeit oder die Anrechnung von Bildungsleistungen weiter optimiert. Durch die konsequente Durchsetzung von Chancengerechtigkeit, Diversität und Inklusion wird eine bestmögliche Ausschöpfung des Talentpotenzials anvisiert.
Die Förderung und Ausschöpfung des inländischen Arbeitskräftepotenzial ist auch im Zusammenhang mit der Zuwanderungspolitik der Schweiz von zentraler Bedeutung. Die Verfassung (Art. 121a BV) sieht vor, dass durch gezielte Massnahmen zur Förderung des inländischen Arbeitskräftepotenzials die Nachfrage der Schweizer Wirtschaft nach Arbeitskräften bestmöglich im Inland gedeckt werden soll.54
54 Vgl. Bundesratsauftrag an das EJPD in Zusammenarbeit mit dem WBF bis 2024 eine Gesamtschau zur Umsetzung aller bereits ergriffenen Massnahmen zur Förderung des inländischen Arbeitskräftepotenzials vorzulegen (www.admin.ch > dokumentation > medienmitteilungen > Effiziente Umsetzung der Stellenmeldepflicht).