Vernehmlassungsvorlagen und erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2023/9: Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2025–2028 (BFI-Botschaft 25–28) · 214 Seiten

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Ausländerinnen und Ausländern bei 78,9 %.79 Um möglichst allen interessierten Jugendlichen einen Abschluss auf Sekundarstufe II zu ermöglichen, steht ein umfangreiches Instrumentarium zur Verfügung (Berufsinformation- und Beratung, Coaching, Lehrstellenförderung etc.). Eine hohe Bedeutung hat zudem die interinstitutionelle Zusammenarbeit auf allen Ebenen.

Höhere Berufsbildung

Die höhere Berufsbildung umfasst die eidgenössisch anerkannten Bildungsgänge an höheren Fachschulen sowie die eidgenössischen Berufs- und höheren Fachprüfungen. Die höhere Berufsbildung ermöglicht insbesondere Personen ohne Maturitätsabschluss eine staatlich anerkannte Höherqualifizierung auf Tertiärstufe.

In den letzten Jahren haben Bund und Kantone verschiedene Massnahmen ergriffen, um die höhere Berufsbildung als attraktiven Bildungsweg zu erhalten. Die Finanzierung für Absolvierende von Kursen, die auf eine eidgenössische Prüfung vorbereiten (subjektorientierte Finanzierung), wurde 2018 eingeführt und hat sich etabliert. 2022 richtete der Bund hierfür Beiträge von knapp 110 Millionen Franken zum Ausgleich aus. Damit gleicht der Bund die finanzielle Belastung der Studierenden auf Tertiärstufe aus.

Auch die höheren Fachschulen (HF) sollen attraktive Bildungsanbieter auf Tertiärstufe bleiben. Das SBFI lancierte deshalb 2021 das Projekt «Positionierung Höhere Fachschulen».80 Umfangreiche Diskussionen mit den Akteuren und Analysen haben klar gezeigt, dass die HF und ihre Abschlüsse ein gut funktionierendes Bildungsgefäss sind mit dem für die höhere Berufsbildung charakteristischen Merkmal der Arbeitsmarktorientierung. Verbesserungspotenzial besteht in den Bereichen Sichtbarkeit, Bekanntheit und Ansehen in Gesellschaft und Wirtschaft sowie Finanzierung. Entsprechende Massnahmen werden seit Anfang 2023 umgesetzt und sollen auch zur Schärfung der Profile auf Tertiärstufe beitragen (vgl. Ziff. 1.3.2 bildungspolitisches Ziel 4 von Bund und Kantonen)81.

Lebenslanges Lernen

Bildungsstand und Weiterbildungsbeteiligung sind in der Schweiz im internationalen Vergleich insgesamt hoch. Jedoch nehmen Personen ohne nachobligatorische Bildung bzw. mit mangelnden Grundkompetenzen im Vergleich zur übrigen Erwerbsbevölkerung unterdurchschnittlich an Weiterbildungen teil und werden überdurchschnittlich oft arbeitslos.

Der Bund fördert das lebenslange Lernen im Rahmen verschiedenster Gesetze (vgl. Ziff. 2.2 Weiterbildung). Massnahmen des Bundes auf Basis des Berufsbildungsgesetzes sind:

79 BFS (2022): Bildungsindikatoren. (www.bfs.admin.ch > Statistiken finden > Bildung und Wissenschaft > Bildungsindikatoren).

80 SBFI (2021): Zwischenbericht «Positionierung der Höheren Fachschulen» (www.sbfi. admin.ch > Bildung > Berufs- und Weiterbildung > Höhere Berufsbildung > Höhere Fachschulen > Projekt Positionierung HF > Positionierung der Höheren Fachschulen).

81 SBFI (2022): Zwischenbericht «Positionierung Höhere Fachschulen – Schlussfolgerungen aus den Arbeiten 2022 und weiteres Vorgehen (www.sbfi.admin.ch > Bildung > Berufs- und Weiterbildung > Höhere Berufsbildung > Höhere Fachschulen > Projekt Positionierung HF > Positionierung der Höheren Fachschulen).