Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2023/9: Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2025–2028 (BFI-Botschaft 25–28) · 75 Seiten
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3.2.3 Ausbildungsbeiträge (Vorlage 3)
Zusammenfassung: Grundsätzlich werden die Ausbildungsbeiträge als wichtig erachtet und der Beitrag des Bundes geschätzt. Ein Viertel der Vernehmlassungsteilnehmenden, die sich zu diesem Förderbereich geäussert haben, fordert jedoch eine Erhöhung des in der BFI-Botschaft vorgesehenen Zahlungsrahmens. Inhaltlich kritisiert wird u. a. die uneinheitliche kantonale Regelung des Stipendienwesens.
VS und UZH fordern angesichts der Teuerung und dem Studierendenwachstum eine Erhöhung des Zahlungsrahmens, um dem steigenden Bedarf und den zunehmenden Gesuchen Rechnung zu tragen. FR fordert, dass der Bundesbeitrag an die Kantone für die Gewährung von Stipendien und Studiendarlehen im Bereich der Ausbildung auf der Tertiärstufe um 5 % auf mindestens 106,5 Mio. CHF erhöht wird. Auch TG kritisiert die Beteiligung des Bundes an Ausbildungsbeiträgen im Umfang von 6,7 % der kantonalen Stipendienausgaben als zu tief, um das gemeinsame Ziel der verbesserten Ausschöpfung des Talentpotentials auf der Tertiärstufe zu realisieren. LDP fordert ein stärkeres finanzielles Engagement des Bundes bei den Ausbildungsbeiträgen ergänzend zu den Kantonsleistungen. KFMV kritisiert, dass die vorgesehenen finanziellen Mittel für die Ausbildungsbeiträge unter Berücksichtigung der Teuerung eine Reduktion gegenüber der vorgängigen Periode darstellen und damit auch das transversale Ziel der Chancengerechtigkeit nicht erreicht werden kann. Auch SGB und VPOD wünschen, dass der Bund im Bereich Ausbildungsbeiträge eine stärkere Rolle einnimmt – insbesondere dort, wo Lücken bestehen: im Bereich der Berufsbildung und für bedürftige Erwachsene über 26 Jahre. swissmem wünscht keine weitere Erhöhung der finanziellen Mittel des Bundes in diesem Bereich.
bikoa, SAJV und SDSN erachten die Ausbildungsbeiträge als wichtig für die Chancengerechtigkeit, weshalb sie beibehalten und intensiviert werden sollen. KFMV fordert eine Erhöhung von Stipendien und Darlehen für Aus- und Weiterbildungen, da dies der Chancengerechtigkeit diene. Auch STV begrüsst die Beiträge des Bundes an die Kantone für Stipendien und Studiendarlehen.
H+, SUB und VSS kritisieren, dass die Ausbildungsbeiträge weiterhin kantonal und nicht national geregelt werden und fordern den Aufbau eines nationalen Stipendienwesens.
GLP ist nicht grundsätzlich dagegen, dass der Bund die Kantone bei den Stipendien unterstützt, möchte aber daran erinnern, dass diese weiterhin in die Zuständigkeit der kantonalen Ebene fallen sollten.
EKF bemängelt grundsätzlich die fehlende Geschlechterperspektive in diesem Kapitel der Botschaft.
swisstextiles erachtet es als sehr wichtig, dass Subventionen für diejenigen zur Verfügung stehen, denen eine Ausbildung auf Tertiärstufe aufgrund fehlender Finanzen nicht möglich wäre. Gleichzeitig sollte geprüft werden, ob allenfalls die Hürden für die Erlangung einer Subvention angepasst werden können, damit noch mehr Personen von Ausbildungsbeiträgen profitieren.
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